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01.07.2018, Nordrhein-Westfalen, Gelsenkirchen, Fußball: Bundesliga, Trainingsauftakt vom FC Schalke 04. Schalkes Neuzugang Steven Skrzybski am Ball. Foto: Guido Kirchner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

Bauarbeiten auf Schalke

Im Eiltempo in die königsblaue Zukunft

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GELSENKIRCHEN - Wer in den letzten Monaten auf Schalke zu Gast war, dem blieb es nicht verborgen. Das Tempo der Umbaumaßnahmen auf dem Vereinsgelände ist so hoch wie lange nicht mehr. Überall wird gebaut und gebastelt, die Bagger sind im Dauereinsatz, und die Schalke-Ordner haben besonders an den Tagen, wo die Mannschaft trainiert, alle Hände voll zu tun, um unkundige Besucher auf die richtigen Wege zu führen.

Schalke wächst, und die meisten Fans, die beim Training vorbei schauen, freuen sich, dass ihr Verein die Infrastruktur grundlegend verändert. Drei Rasen- und ein Kunstrasenplatz sind mittlerweile unter anderem fertig gestellt, so dass Trainer Domenico Tedesco je nach Witterungslage auswählen kann, wo es am sinnvollsten ist zu üben. Wenn alle Baumaßnahmen abgeschlossen sind, sollen neun Fußball-Plätze zur Verfügung stehen, plus ein Platz für das in der Bundesliga mittlerweile übliche Geheimtraining hinter dem neuen Hauptgebäude, der nicht einsehbar sein wird.

In den vergangenen drei Jahren hatten die Königsblauen bereits rund 25 Millionen Euro für den Ausbau und die Modernisierung des Geländes ausgegeben. Im Rahmen der ersten Bauphase wurden bereits neue Trainingsplätze, ein neues Leistungszentrum für die Profis sowie ein erstes Parkhaus gebaut. Insgesamt umfassen die Investitionen für den zweiten und finalen Bauabschnitt ein Volumen von 70 Millionen Euro, 14 Millionen davon fließen direkt aus der Schalker Klubkasse in das Projekt.

Gegengerade renoviert

Bis 2021 sollen unter anderem ein neues Sportzentrum für Profis und Nachwuchs und weitere Trainingsplätze entstehen. Zudem wird das alte Parkstadion zur Heimspielstätte für die Nachwuchsteams umgebaut. Es entsteht ein neuer Haupttribünen-Komplex, zudem wird die alte Gegengerade renoviert. Dabei werden die Zuschauer am Ende auf den originalen alten, hellgrünen Sitzbänken aus dem Parkstadion sitzen können. Auf der anderen Seite kommt ein Tribünen-Neubau dazu.

Im Parkstadion sollen dann demnächst die U23 und die U19 spielen. Zudem sollen auch ausgewählte U17-Partien dort stattfinden können. Spiele anderer Schalker Mannschaften sind dort nicht vorgesehen, weil ansonsten die Belastung für den Rasen zu hoch wäre und dieser zu häufig ausgewechselt werden müsste, was weitere Kosten nach sich zöge.

Wann tatsächlich was fertig gestellt ist beziehungsweise soll, ist nicht in Stein gemeißelt. Schalke verfährt nach dem Leitsatz: Lieber drei Monate später fertig werden und alles gründlich geplant und an alles gedacht zu haben, als drei Monate früher fertig und etwas übersehen zu haben.

Im Rahmen der Bauphasen hat es auch die eine oder andere Veränderung gegeben. Zum Beispiel wird die geplante zusätzliche Tribüne, die an der Stelle der ehemaligen Haupttribüne im Parkstadion entstehen soll, zunächst später gebaut als ursprünglich geplant. Der Grund ist einleuchtend. Die Zuschauerresonanz bei den Schalker U23- oder U19-Spielen ist nicht so groß ist, als dass noch zusätzliche Sitzplätze bei diesen Partien sofort benötigt würden.

Die einschneidendsten Veränderungen auf dem Vereinsgelände werden nun bis zum geplanten Bauende 2021 folgen. Dazu gehört ein gut 200 Meter langer Neubau im Nordwesten, in dem sich die Geschäftsstelle, die Profiabteilung und die Knappenschmiede befinden werden. Lebensader des Geländes wird der Schalke-Boulevard – natürlich in der Breite von 19,04 Metern – werden, der vom Schalke-Tor vor der Arena auf das Trainingsgelände führen wird. Im letzten Schritt wird dann die aktuelle Geschäftsstelle abgerissen. Schließlich müssen die Mitarbeiter noch bis zum Abschluss irgendwo arbeiten können.

Heidel setzt neue Akzente

Für Sportvorstand Christian Heidel sind die Investitionen auf dem Vereinsgelände von grundlegender Bedeutung. „In der Vergangenheit wurden andere Prioritäten im Verein gesetzt und nicht in diese Dinge investiert. Schalke hatte bei den Arbeitsbedingungen einen sehr großen Rückstand. Viele Klubs sind da vorbei gezogen“, erklärte der 55-Jährige bereits wenige Wochen nach seinem Amtsantritt im Sommer 2016. Mittlerweile sind die Königsblauen auf dem besten Weg, diese Defizite abzubauen. Schließlich will Schalke auch in den nächsten Jahren im Konzert der deutschen Klubs wettbewerbsfähig bleiben.

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