Bundesliga-Spiel beim BVB

04 Gründe: Darum gewinnt Schalke das Derby!

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DORTMUND - Die Spannung steigt vor dem Revierderby. Wir räumen mit 04 guten Gründen mit dem Vorurteil auf, Schalke sei beim BVB chancenlos.

Wer sich in Fußball-Deutschland umhört, könnte zu dem Schluss kommen, dass sich Schalke die Fahrt nach Dortmund eigentlich sparen könnte – so klar und deutlich liegt die Favoriten-Rolle beim BVB. Aber Fußball-Deutschland konnte sich auch nie vorstellen, dass Schalke vom Vize-Meister zum Kellerkind werden und die Nationalmannschaft in einer WM-Vorrunde ausscheiden könnte. Wen interessiert also die landläufige Meinung, wenn es mindestens 04 gute Gründe dafür gibt, warum die Königsblauen den Signal-Iduna-Park als stolze Gewinner verlassen?

01.) Das Derby ist keine Spielwiese für Tüftler.

Lucien Favre ist sicherlich ein ausgezeichneter Trainer. Aber: Der BVB-Coach gilt als Tüftler, als eine Art „Superhirn“ der Branche. Das Derby ist allerdings keine Spielwiese für Tüftler. Das hat sogar schon Jürgen Klopp erfahren, als der Meistertrainer des BVB sich im Oktober 2012 taktisch so verzockte, dass Marco Höger zum Derby-Helden und Schalke zum Derby-Sieger wurde – in Dortmund übrigens. Auch Favre neigt dazu, sich viele taktische Gedanken zu machen, deren Umsetzung die eigene Mannschaft – so die Schalker Hoffnung – am Ende möglicherweise überfordern. Denn im Derby gilt: Herz über Kopf! Favres Schalker Kontrahent Huub Stevens muss sich dagegen keinen großen Kopf machen. Ihm bleibt ohnehin nur, an das Derby-Herz seiner Mannschaft zu appellieren.

02.) Auf der Schalker Bank sitzt der Derby-Experte schlechthin.

Nein, damit ist nicht Huub Stevens gemeint, obwohl der sich in seinen Schalker Jahren insgesamt 15 Mal in der Bundesliga mit dem BVB „duelliert“ hat – so oft wie kein anderer Schalker Trainer. Die Rede ist von Gerald Asamoah, seines Zeichens Team-Manager des FC Schalke 04. Acht Siege, acht Unentschieden, nur zwei Niederlagen – Asamoahs Bundesliga-Bilanz als Spieler gegen den Revier-Rivalen ist ausgezeichnet. Und quotentechnisch noch besser als die von BVB-Sportdirektor Michael Zorc, der von seinen insgesamt 23 Bundesliga-Spielen gegen Schalke als Profi zehn gewann, aber auch sieben verlor. Sollten die S04-Kicker also noch die leisesten Zweifel haben, wie sie in Dortmund gewinnen sollen: Einfach „Asa“ fragen!

03.) Der Auswärts-Huub:

Zugegeben – grandios ist die Bilanz von Huub Stevens noch nicht, seitdem er das Trainer-Amt von Domenico Tedesco übernommen hat. Sechs Spiele (inklusive des Pokalspiels gegen Bremen), davon vier Niederlagen, ein Sieg, ein Unentschieden. Fakt ist aber auch: In den beiden Auswärtsspielen (in Hannover, in Nürnberg) hat Schalke unter Stevens vier Punkte geholt. Das macht einen Schnitt von zwei Punkten pro Auswärtsspiel. Selbst wenn der „Auswärts-Huub“ von dieser Quote im Derby nur die Hälfte einbüßt, würde das immer noch ein Unentschieden bedeuten. Manchmal ist Fußball ja auch etwas Mathematik.

04.) Hoher Halbzeit-Rückstand – na und?

Benjamin Stambouli, Bastian Oczipka, Weston McKennie, Daniel Caligiuri, Guido Burgstaller, Ralf Fährmann, Matija Nastasic, Amine Harit, Alexander Nübel, Breel Embolo – was haben diese zehn Schalker Profis gemeinsam? Richtig: Sie werden heute zum Schalker Kader gehören, und sie standen auch am 25. November 2017 im S04-Aufgebot, als es beim bislang letzten Derby beim BVB das „blaue Wunder von Dortmund“ gab. Schalke lag zur Pause mit 0:4 zurück und schaffte dann noch ein sensationelles 4:4. Diese zehn Spieler haben also schön persönlich die Erfahrung gemacht: Selbst wenn es zur Halbzeit (was aus den ersten drei genannten Gründen eher unwahrscheinlich erscheint) 4:0 für die Gastgeber stehen würde – da geht noch was!

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