Bundesliga-Spiel in München

Tedesco fordert Leistung, Leidensfähigkeit und Glück

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MÜNCHEN/GELSENKIRCHEN - Schalke hofft, im Bundesliga-Auswärtsspiel in München etwas Zählbares mitzunehmen. Können die Königsblauen beim Rekordmeister mithalten? Der Vorbericht.

Das Hinspiel war eine Demonstration bayerischer Stärke. Die Bayern agierten beim 2:0-Erfolg auf Schalke am 22. September 2018 derart dominant, dass sich Christian Heidel zu einer damals nachvollziehbaren Prognose verleiten ließ. In dieser Verfassung, so der Schalker Sportvorstand, würden die Münchner bis zum Saisonende kein Spiel mehr verlieren.

Wenn die Königsblauen am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) in München antreten, haben sich die Vorzeichen jedoch gewandelt und Heidel hat sich geirrt, wie der 55-Jährige freimütig einräumte. „Die Dominanz der Bayern ist aktuell nicht so vorhanden wie gewohnt. Aber sie haben so viel Qualität in ihrem Kader, dass sie dieses Potenzial jederzeit erreichen können“, glaubt Heidel. Der Manager hat noch nie gegen den Deutschen Rekordmeister gewonnen, seit er für den FC Schalke 04 tätig ist. Ob sich das ausgerechnet diesmal ändert?

Bruma wieder erste Wahl

Schalke hat zwar mit der Qualifikation für das Viertelfinale im DFB-Pokal etwas Rückenwind erhalten, doch man muss schon viel Fantasie mitbringen, um den Blau-Weißen in München eine Überraschung zuzutrauen. Das weiß natürlich auch Domenico Tedesco. Um beim Deutschen Rekordmeister bestehen zu können, sind nach Einsätzung des Schalker Tainers drei Dinge ganz wichtig: „Du musst zu 100 Prozent konzentriert sein, du musst leiden können und auch das Quäntchen Glück haben“, so der 33-Jährige, der von einem unveränderten Kader im Vergleich zum Düsseldorf-Spiel ausgeht. Das bedeutet, dass Matija Nastasic wegen Wadenproblemen weiterhin ausfallen wird und Neuzugang Jeffrey Bruma nun auch das erste Mal in einem Auswärtsspiel für Schalke spielen.

In München fällt das Wiedersehen auf dem Platz mit Manuel Neuer aus, weil der Bayern-Torhüter immer noch an seiner Daumenverletzung laboriert. Beim letzten Schalker Sieg gegen Bayern - 2011 im Pokal-Halbfinale - stand übrigens Manuel Neuer noch im Tor der Königsblauen.

Dafür freuen sich Tedesco und Heidel auf das Wiedersehen mit Leon Goretzka, der bei den Bayern in den vergangenen Wochen positive Schlagzeilen geschrieben hat. „Leon macht das sehr gut. Wir sprechen regelmäßig. Er weiß, wo er herkommt“, lobt der Schalker Trainer seinen früheren Schützling, der zuletzt das Spiel gegen Wolfsburg in der Arena verfolgte.

Auch einige Schalker Spieler sind mit Goretzka nach seinem Wechsel an die Isar in Verbindung geblieben. Zum Beispiel Bastian Oczipka, der Goretzka als den Spieler lobt, „der entscheidende Tore macht“. Auch am Samstag gegen Schalke? „Gegen mich hat er keine Chance. Das weiß er aber auch“, erzählte Oczipka am Mittwochabend mit einem Augenzwinkern. Mal abwarten, ob ihm der Spaß am Samstagabend vergeht.

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