DFB-Pokal

Mit breiter Brust nach Berlin

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GELSENKIRCHEN - Was hat Daniel Blacha mit dem FC Schalke 04 zu tun? Der Spieler des SV Wehen Wiesbaden gelang in dieser Pokalsaison als einzigem Kicker ein Tor gegen die Königsblauen. Bleibt der „Schalker Beton“ auch im heutigen Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt (20.45 Uhr, live in der ARD und bei Sky) so fest und undurchdringlich, stehen die Chancen für den Finaleinzug gut.

Hinzu kommt der große Rückenwind, den Schalke durch den Derbyerfolg gegen Borussia Dortmund erhalten hat. Ob Spieler, Trainer oder Sportvorstand, alle Königsblauen träumen vom Finale in Berlin. „Mit Mainz 05 bin ich 24 Mal im Pokal frühzeitig ausgeschieden. 15 Mal war ich beim Finale in Berlin in Reihe 27 als Zuschauer“, sagte Christian Heidel. Diesmal will er am 19. Mai im Olympiastadion mittendrin statt nur dabei sein.

Aktuell spricht vieles dafür, dass der Schalker Traum Realität werden könnte. Frankfurt hat auswärts in der Bundesliga zuletzt drei Niederlagen in Folge kassiert, und das Trainertheater um Niko Kovac hat den Klub in seinen Grundfesten erschüttert. Kovac steht durch eine zuletzt unglaubwürdige Außendarstellung mächtig unter Druck.

Schalke-Trainer Domenico Tedesco will von einer Favoritenrolle der Gastgeber zwar nichts wissen, aber er räumte ein: „Es ist schön, als Derbysieger in ein Pokal-Halbfinale zu gehen. Ich denke schon, dass wir mit einer breiteren Brust in die Partie gehen können.“

Gute Aussichten für den Kader

In personeller Hinsicht hat sich nicht viel verändert. Alle seine Spieler haben das Derby körperlich unbeschadet überstanden. Breel Embolo könnte wieder zum Kader stoßen. „Aber wir werden bei ihm kein Risiko eingehen. Die Entscheidung wird erst kurz vor dem Spiel fallen,“ so Tedesco.

Über ein mögliches Elfmeterschießen macht sich der 32-Jährige keine Gedanken. „Wir sind gut damit gefahren, solche Dinge vor Ort zu klären. Die Spieler, die sich in dem Moment gut fühlen, hauen die Dinger meistens auch rein.” Das bestätigt die Statistik. In der Bundesliga haben die Königsblauen alle ihre neun Elfmeter verwandelt.

Brisanz birgt auch die Tatsache, dass Leon Goretzka seinem zukünftigen neuen Trainer beim FC Bayern, Niko Kovac, vorspielt. Tedesco betonte zwar, „Leon braucht keine Zusatzmotivation“, der Nationalspieler identifiziere sich voll und ganz mit Schalke. Jedoch fügte der Schalker Trainer auch hinzu: „Dass er mehr kann, weiß er.“

Schalke: Fährmann – Stambouli, Naldo, Kehrer – Caligiuri, Bentaleb, Meyer, Oczipka - Goretzka, Harit – Burgstaller

Vielleicht bekommen das heute die Frankfurter zu spüren. Heidel wünscht sich in diesem Pokal-Halbfinale „die Derby-Atmosphäre vom Sonntag. „Es ist ein K.o.-Spiel, bei dem wir von der ersten Sekunde an alle zeigen müssen, dass wir unbedingt ins Finale wollen,“ betonte der 54-Jährige.

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