DFB-Pokal

Schalke besiegt Schweinfurt mit 2:0

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SCHWEINFURT - Schalke steht nach dem 2:0-Sieg beim 1. FC Schweinfurt in Pokal-Runde zwei. Wichtigste Erkenntnis: Da ist noch Luft nach oben.

Der 1. FC Schweinfurt hatte alles angerichtet für die Pokal-Sensation: Das Willy-Sachs-Stadion war mit 15.060 Zuschauern restlos ausverkauft, aus den Stadion-Lautsprechern dröhnte vor dem Spiel der „Schnüdel-Song“ – „Schnüdel“ ist der Spitzname des bayerischen Regionalligisten, der gut in die Saison gestartet ist und gern in die Dritte Liga aufsteigen würde. Und ein Transparent auf der Gegengerade machte den Schalker Profis schnell klar, dass der Außenseiter sich viel vorgenommen hatte: „Wo grün-weiße Träume in den Himmel wachsen, werden königsblaue platzen.“ Schalkes Psycho-Konter: Der persönliche Handschlag von Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies für jeden Spieler. Das zeigte Wirkung...

Denn was zuerst platzte, waren die Schweinfurter Hoffnungen, Schalke durch ein Führungstor nervös zu machen. Denn das erzielte der Vize-Meister: Nach einem Zuspiel von Neuzugang Mark Uth wurde Amine Harit im Strafraum der Gastgeber vom Schweinfurter Philip Messingschlager gefoult – Nabil Bentaleb verwandelte den umstrittenen Elfmeter zum Schalker 1:0 (24.).

Interessante Aufstellung

Es war der erste richtige Höhepunkt des Spiels – am interessantesten aus Schalker Sicht war vorher die Aufstellung, der Trainer Domenico Tedesco das Vertrauen geschenkt hatte. Salif Sané, Naldo und Matija Nastasic bildeten die Dreierkette, im Angriff sollten Uth, Guido Burgstaller und Amine Harit Dampf machen. Obwohl auch aus Verletzungsgründen noch nicht alle Spieler einsatzbereit sind, saßen mit Benjamin Stambouli und Breel Embolo immerhin zwei „Promis“ auf der Bank. Schalke ist personell also offenbar auf hohem Niveau breiter aufgestellt – und demnächst stößt ja auch Neuzugang Hamza Mendyl dazu. Mit Uth und Sané standen zwei „Neue“ in der ersten Elf. Die konnte ihren Trainer nicht begeistern – Tedesco, elegant gekleidet in dunkler Hose und weißem Hemd, wirkte lange sehr unzufrieden, was er mit den frühen Auswechslungen von Bentaleb (48.) und Burgstaller (54.) auch dokumentierte.

Schalke hatte sich akribisch vorbereitet: Am Mittwoch gab es eine Video-Analyse vom Gegner, und die Gelsenkirchener trainierten sogar extra mit Bällen, mit denen Schweinfurt in der Regionalliga spielt. Doch was Schalke bot, blieb biedere Hausmannskost – allerdings ließ der Favorit hinten auch wenig zu, so dass ein technisch nicht ganz feiner Kopfball von Nastasic in der 54. Minute die bis dahin schwierigste Prüfung für S04-Torhüter Ralf Fährmann war. Schweinfurt hatte die erste große selbst herausgespielte Chance nach einer Stunde durch einen Schuss von Stefan Maderer neben das Tor.

Noch Luft nach oben

Schalke gestattete Schweinfurt kaum eine Torchance, verzichtete im Spiel nach vorn aber ebenfalls auf eigene Brillanz – und so ließ das knappe Ergebnis dem Gegner immer noch ein Fünkchen Hoffnung. Mit der war es für die vom Ex-Bundesliga-Profi Timo Wenzel (Stuttgart, Kaiserslautern) trainierten Viertliga-Fußballer eine Viertelstunde vor Schluss aber dahin: Nach einer Ecke von Daniel Caligiuri spielte Nastasic „Doppelkopf“ mit dem Schweinfurter Nikola Jelisic, der zuletzt am Ball war, bevor dieser zum Schalker 2:0 ins Tor trudelte. Damit war der Drops gelutscht, Schalke stand in Runde zwei. Mit der Erkenntnis, dass vor dem Liga-Start in Wolfsburg noch Luft nach oben ist.

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