Erstes Heimspiel

Rudy soll es richten

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GELSENKIRCHEN - Vor dem ersten Heimspiel gegen Hertha BSC (So. 18 Uhr / Sky) ist Schalke-Trainer Domenico Tedesco mit seinem Kader sehr zufrieden.

Vor allem als Tedesco in der Pressekonferenz auf Sebastian Rudy zu sprechen kommt, leuchten die Augen des 32-Jährigen. „Er hat eine beneidenswerte Ruhe am Ball. Es macht Spaß, ihm zuzuschauen. Er ist ein sehr intelligenter Junge. Wir sind glücklich, dass er bei uns ist“, schwärmt der Schalker Trainer, so dass für die Journalisten keine Zweifel mehr bestehen: Rudy, erst Anfang der Woche von Bayern München verpflichtet, wird gegen die Berliner sein Debüt im Schalke-Trikot geben.

Der Nationalspieler soll das Spiel der Königsblauen lenken und dafür sorgen, dass die zahlreichen Fehler im Spielaufbau, wie sie bei der Schalker 1:2-Niederlage in Wolfsburg zu sehen waren, wesentlich minimiert werden. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt. Da gibt es nichts schönzureden“, so Tedesco ungewohnt deutlich über den Auftritt seiner Mannschaft in Wolfsburg.

Auch Hamza Mendyl, Linksverteidiger aus Lille, darf sich Hoffnungen auf seine Premiere im Schalke-Trikot machen. Denn den Blau-Weißen gelang zwar am „grünen Tisch“ ein Erfolg, weil die Rotsperre für Matija Nastasic aus dem Wolfsburg-Spiel auf eine Partie verkürzt wurde. Dennoch stehen Tedesco mit Naldo und Salif Sané nur zwei etatmäßige Innenverteidiger zur Verfügung. Der Wechsel auf eine Viererkette – dann mit Mendyl auf der linken Seite – bietet sich also an, obwohl sich Tedesco bei seinen taktischen Überlegungen wie immer nicht in die Karten schauen lässt.

„Es wäre auch kein Problem, weiter mit einer Dreierkette zu spielen“, so der Schalker Trainer, der sich sehr zufrieden über die Zusammenstellung seines Kaders äußerte: „Er ist gut, in der Qualität und in der Breite. Jetzt ergibt sich die Möglichkeit, auf gewissen Positionen durchzuwechseln. Die Kadergröße ist perfekt.“ Deshalb blieb es am sogenannten „Deadline Day“ bei den Königsblauen auch ruhig. Weil Sportvorstand Christian Heidel und Sportdirektor Axel Schuster nicht bei der Pressekonferenz weilten, schossen zwar sofort einige Spekulationen ins Kraut, aber Tedesco versicherte sofort, dass diese Abwesenheit nichts mit Transfergesprächen zu tun hätte.

Die Hertha ist ein Schalker Lieblingsgegner. In den letzten zehn Heimpartien verließen die Königsblauen gegen diesen Gegner immer als Sieger den Platz. Dennoch warnt Tedesco: „Sie haben in ihrer Dreierkette noch mehr Qualität hinzubekommen. Mit Karim Rekik, Niklas Stark und Jordan Torunarigha hat die Hertha drei super Innenverteidiger. Da brennt nicht viel an“.

Auch gegen die Berliner muss Schalke weiterhin auf Omar Mascarell verzichten. „Aus medizinischer Sicht ist alles in Ordnung“, versicherte Tedesco, „aber wir wollen kein Risiko eingehen.“ Der Mittelfeldspieler laboriert schon seit mehreren Wochen an einem Muskelfaserriss. Voraussichtlich nächste Woche soll Mascarell wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Johannes Geis bleibt dagegen wohl weiterhin im Abseits. Der 25-Jährige konnte sich trotz einiger Angebote zu keinem Wechsel entscheiden. Geis bleibt auf Schalke und wird höchstwahrscheinlich auch in nächster Zeit in der Schalker Oberligamannschaft mittrainieren. Ein für beide Seiten – Spieler und Verein – höchst unbefriedigender Zustand.

Fährmann Caligiuri, Sané, Naldo, Mendyl Rudy Schöpf, Harit, Serdar Uth, Burgstaller

Ungewöhnlich für Schalke: Das erste Heimspiel ist noch nicht ausverkauft. Die Tageskassen West öffnen am Sonntag um 16 Uhr.

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