Fall Franco Di Santo

„Etwas Erziehung wäre nicht verkehrt“

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Gelsenkirchen - Franco Di Santo mochte sich gar nicht mehr beruhigen. Als er am Samstag gegen den FC Bayern nach 65 Spielminuten ausgewechselt wurde, entwickelte der Argentinier danach fast mehr Aktivitäten, als er zuvor auf dem Platz gezeigt hatte.

Der Stürmer schimpfte und fluchte in Richtung Trainer Domenico Tedesco, der es gewagt hatte, ihn vom Feld zu nehmen. Ausgerechnet Di Santo, den Tedesco intern immer wieder gestützt und vor allem in der vergangenen Saison regelmäßige Einsatzchancen gegeben hatte, wütete gegen den eigenen Coach.

Beim Team entschuldigt

Tedesco blieb die Reaktion nicht verborgen und keilte verbal zurück. Zwar entschuldigte sich Di Santo nach dem Spiel in der Kabine bei der gesamten Mannschaft und auch über die sozialen Medien („Es gibt nichts, um meinen Fehler zu rechtfertigen. Ich möchte sagen, dass mein heißes Blut und mein Wettbewerbsgeist mich verleitet haben. Ich bin Argentinier und gehe in jeden Zweikampf, als wäre es mein Leben.“

Fliegt Di Santo aus dem Kader?

Doch Tedesco kann diesen Vorfall nicht auf sich beruhen lassen, sonst wäre seine Autorität angeknackst. Di Santo muss mit einer Strafe rechnen, die intern bleiben soll. Es ist gut möglich, dass er für das nächste Bundesligaspiel in Freiburg (Dienstag 20.30 Uhr) aus dem Kader fliegt.

Di Santo habe sich „respektlos gegenüber seinen Mitspielern verhalten“, so der Schalker Trainer, der fürchten muss, dass Undiszipliniertheiten und gegenseitige Schuldzuweisungen das Mannschaftsklima belasten. Tedesco: „Wir wissen, dass Franco hier keinen leicht Stand hat. Doch wir sehen trotzdem etwas in ihm und reden ihn stark – dann ist das enttäuschend. Etwas Erziehung wäre nicht verkehrt“. Ob Di Santo diesen Rat beherzigen wird?

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