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Schalke in Berlin: Bloß nicht wieder so wie im Hinspiel

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Gelsenkirchen/Berlin - Die 0:2-Heimniederlage gegen Berlin am zweiten Spieltag offenbarte Schalkes Probleme. Im Rückspiel – und in der Rückrunde – soll alles besser werden.

Zweiter Spieltag der Saison, Schalke 04 empfängt Hertha BSC Berlin. Es läuft die 51. Minute des Spiels, als vielen Fans in der Arena allmählich schwant, dass die aktuelle Spielzeit vielleicht doch nicht so gut werden würde wie die vorherige.

Was war geschehen? Mit Hertha war eine Mannschaft zu Gast, die man in den Jahren zuvor immer gern empfangen hatte. 14 Jahre war es her, dass die Berliner zuletzt auf Schalke gewonnen hatten – der ideale Gegner also, nachdem die Königsblauen am ersten Spieltag unglücklich beim VfL Wolfsburg verloren hatten. Außerdem hatte sich Schalke in der Woche vor dem Hertha-Spiel verstärkt: Für 16 Millionen Euro war Sebastian Rudy vom FC Bayern zu Schalke gewechselt. Nach den Abgängen von Leon Goretzka und Max Mayer sollte Rudy die Chefrolle im defensiven Mittelfeld übernehmen – er war der Wunschspieler von Christian Heidel und Domenico Tedesco.

Doch Rudys Debüt gegen Berlin dauerte keine Stunde, und während dieser Stunde fragte sich so mancher Fan verstohlen, ob die Bayern den Schalkern nicht vielleicht heimlich einen anderen Spieler untergeschoben hatten. Rudy bekam überhaupt keine Bindung zum Spiel, wirkte wie ein Fremdkörper – und wurde in der 51. Minute durch Suat Serdar ersetzt.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Schalke schon einen Elfmeter verschossen (durch Daniel Caligiuri) und lag mit 0:1 hinten. In der Nachspielzeit sah Yevhen Konoplyanka wegen einer Notbremse die Rote Karte, den fälligen Freistoß verwandelte Duda zum 0:2. Der Fehlstart war komplett. Jetzt soll alles besser werden. Die erste Chance zur Wiedergutmachung hat Schalke am vergangenen Sonntag gegen Wolfsburg schon genutzt – jetzt soll auch gegen die Hertha die Scharte aus dem Hinspiel wieder ausgewetzt werden.

„Kono“ ist eine Option

„Wir wollen in der Rückrunde deutlich besser punkten als im ersten Saisonteil. Damit haben wir gegen Wolfsburg begonnen, das wollen wir in Berlin fortsetzen“, lautet dementsprechend die Ansage von Tedesco. Personell hat sich die Lage im Vergleich zum Wolfsburg-Spiel wieder etwas entspannt. Nach auskurierter Mandelentzündung ist Konoplyanka wieder eine Option für die Startelf – er könnte den zuletzt enttäuschenden Alessandro Schöpf ersetzen.

Noch nicht ganz wieder fit ist Nabil Bentaleb. Der Algerier hatte mit Oberschenkelproblemen zuletzt individuell trainiert und war erst in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Falls er fit genug für den Kader ist, wird er wohl zunächst eher auf der Bank Platz nehmen.

Verzichten muss Tedesco auf Weston McKennie: Der 20-Jährige hatte im Spiel gegen Wolfsburg seine fünfte Gelbe Karte gesehen und ist für eine Partie gesperrt. Definitiv nicht dabei sind Guido Burgstaller und Breel Embolo.

Und Sebastian Rudy? So richtig hat er auf Schalke den Durchbruch noch nicht geschafft. Im Wolfsburg-Spiel zeigte er immer noch Schwächen in den Zweikämpfen, leitete aber immerhin mit einem guten Pass auf McKennie das 2:1 ein. Vielleicht bekommen die Schalke-Fans in Berlin ja endlich den „echten“ Rudy zu sehen.

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