Harte Arbeit

Tedesco trickst mit Eishockeytoren

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GELSENKIRCHEN - Zu mitternächtlicher Stunde kam Domenico Tedesco ins Plaudern. Nachdem Schalke mit einer seiner besten Saisonleistungen durch einen 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Galatasaray Istanbul der Qualifikation für das Achtelfinale in der Champions League einen großen Schritt näher gekommen war, verriet der Schalke Trainer, wie er in den vergangenen Wochen in die Trickkiste gegriffen hatte. Damit die mangelhafte Chancenauswertung seiner Mannschaft endlich ein Ende habe, stellte Tedesco ein kleines Eishockeytor ins Fußballtor.

Der Sinn der Übung: Seine Spieler sollten mehr Selbstvertrauen beim Torabschluss bekommen. Tedesco: „Wenn meine Spieler nicht das kleine Tor treffen, dann wenigsten das Große. So war der Gedankengang“. Doch nach dieser Erläuterung bat der 33-Jährige die Journalisten sofort darum, „dass jetzt nicht zu hoch zu hängen. Ich bin nach dem Bundesliga-Fehlstart ein bisschen gebrandmarkt. Wir müssen uns alles hart erarbeiten und dürfen jetzt nicht nachlassen“, forderte Tedesco.

Nachdem Schalke im DFB-Pokal überwintert und auf internationaler Ebene die Qualifikation für die Europa League bereits erreicht hat, soll die Bundesliga nicht zur lästigen Pflichtübung degradiert werden. Deshalb betonte Sportvorstand Christian Heidel: „Das Schlimmste wäre, wenn wir uns jetzt ausruhen, stattdessen dürfen wir keinen Millimeter nachlassen“.

Bei Guido Burgstaller braucht sich Heidel wohl die wenigsten Sorgen machen. Der Mittelstürmer bewies gegen Galatasaray Istanbul nicht nur wie immer herausragende läuferische Qualitäten, er glänzte auch mit dem wichtigen Führungstor.

„Ich habe einfach schnell reagiert. Gott sei Dank ist das aufgegangen“, sagte der österreichische Nationalspieler, der zuletzt zusätzliche Sprinteinheiten nach dem Training absolviert hatte. „Ich brauche das, damit mein Körper in Fahrt kommt“, so der Angreifer mit einem Schmunzeln.

Uth wird immer stärker

Immer besser kommt auch Mark Uth in Schwung, seit Tedesco ihn vom Sturmzentrum ins offensive Mittelfeld beorderte. Zunächst schien Uth nicht überzeugt von seiner neuen Position, doch mittlerweile nimmt er sie an. „Zuletzt war es in der Spitze schwer. Wenn es auf meiner neuen Position weiter so gut klappt, dann ist das eben so“, sagte der Nationalspieler, der mit Übersicht und guter Defensivarbeit überzeugte.

Nach einem Ruhetag beginnt am Freitag die Vorbereitung auf das Bundesliga-Spiel in Frankfurt. „Es wird eine ekelhafte Partie. Mal sehen, was sich der Trainer da wieder einfallen lässt“, sagte Burgstaller lächelnd. Vielleicht helfen ja erneut die Eishockeytore bei einer erfolgreichen Vorbereitung.

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