Konzernbilanz 2018

Schalke vermeldet Rekord-Gewinn - doch was passiert bei einem Abstieg?

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GELSENKIRCHEN - Der FC Schalke 04 hat am Montag die Konzernbilanz für das Jahr 2018 vorgelegt. Der Verein steigerte Umsatz und Gewinn auf Rekordniveau.

So machten die Schalker im vergangenen Jahr 350,4 Mio. Euro Umsatz, wovon 40,5 Millionen Euro Gewinn übrig blieben. In einer Vereinsmitteilung heißt es, dass insbesondere die erhöhten Medieneinnahmen Grund für den Anstieg sein. Hier haben die Gelsenkirchener 2018 insgesamt 147,8 Mio. Euro erhalten - insbesondere durch die Teilnahme an der Champions League gab es ein deutliches Wachstum (2017: 81,2 Mio. Euro). Auch im Sponsoring wuchsen die Erlöse um 9,1 Mio. Euro auf 80,8 Mio. Euro. Transfererlöse (+33 Mio. Euro auf 45,6 Mio. Euro ) und Catering (+ 1,4 Mio. Euro auf 14,2 Mio. Euro) waren ebenfalls die "Umsatztreiber".

Kein Fehlbetrag mehr

Rückläufe gab es derweil bei Erlösen aus dem Spielbetrieb (35,8 Mio. Euro / -1,8 Mio. Euro), die sich laut Vereinsmitteilung vor allem durch weniger Heimspiele im Jahr 2018 ergeben haben. Im Merchandising lagen die Erlöse ebenfalls knapp unter dem Vorjahresniveau (15,7 Mio. Euro / -0,6 Mio. Euro) - genaue Angaben liefert Schalke zu diesem Posten nicht. Hier dürfte aber auch der Wechsel zu Ausrüster Umbro eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Die finanziell positive Entwicklung der vergangenen Jahre wirkt sich auch auf das Konzerneigenkapital aus: Aktuell hält Schalke ein Eigenkapital von 7,6 Millionen Euro. Damit wurde der Fehlbetrag, der 2012 noch bei 75,7 Millionen Euro lag, abgebaut und nun sogar ins positive gedreht.

Finanzielle und sportliche Entwicklung passen nicht zusammen

Dass die aktuelle sportliche Entwicklung (Tabellenplatz 15, drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt) nicht zu den Rekordzahlen passt, ist klar. Aus diesem Grund gehen die Schalker bereits davon aus, im Geschäftsjahr 2019 wieder Rote Zahlen im niedrigen, zweistelligen Bereich zu schreiben. Der Umsatz soll laut Vereinsangaben auf rund 250 Mio. Euro fallen. In dieser Prognose sind fehlende Einnahmen aus dem internationalen Geschäft bereits einkalkuliert. Heißt: Auf Mega-Transfers im Sommer müssen die Schalker wohl verzichten.

Was allerdings im "worst case", also bei einem Abstieg wirtschaftlich passieren sollte, bleibt offen. In diesem Fall dürften die Medien- und Sposoringeinnahmen deutlich einbrechen. Zudem ist unklar, inwieweit die Profiverträge der Schalker Mannschaft auch für die zweite Liga gelten. Sicher ist: Das finanzielle Ergebnis dürfte deutlich negativer als angenommen ausfallen. Nach Medienberichten von auf Bild.de versichert Schalkes Finanzvorstand Peter Peters auch im Abstiegsfall die Verbindlichkeiten des Vereins tilgen zu können.

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