FC Schalke 04 - Bayer Leverkusen
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Das Land NRW will offenbar eine Bürgschaft für den FC Schalke 04 übernehmen. (Symbolfoto)

Hilfe für Bundesligisten

Laschet bestätigt angebliche Landesbürgschaft für Schalke nicht

Der FC Schalke 04 soll nach Informationen des "Handelsblatts" öffentliche Hilfe erhalten. Das Land NRW plant, eine Bürgschaft für den finanziell angeschlagenen Fußball-Bundesligisten zu übernehmen.

  • Das Land will offenbar eine Bürgschaft für Schalke 04 übernehmen.
  • Die Höhe soll 40 Mio. Euro betragen.
  • Der Fußball-Bundesligist ist finanziell schwer angeschlagen.

Update, 30. Juni, 11.30 Uhr:

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat laut

Ministerpräsident Armin Laschet

(CDU) keine Entscheidung über eine

Bürgschaft für den FC Schalke 04

getroffen. Er könne Berichte über öffentliche Hilfen für den finanziell angeschlagenen Fußball-Bundesligisten in Höhe von 40 Millionen Euro nicht bestätigen, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf.

Generell habe es seit 1995 allerdings unter jeder Landesregierung Bürgschaften für Fußball- und Sportvereine gegeben. Allerdings seien solche Anträge grundsätzlich strikt vertraulich zu behandeln und zu prüfen. Öffentliche Spekulationen verböten sich. "Es wird mit Sicherheit keine Lex Schalke geben", sagte Laschet.

Coronakrise verursacht auch bei Schalke Einnahmenverluste

Der Bundesliga-Zwölfte hatte für das Geschäftsjahr 2019 Verbindlichkeiten in Höhe von 197 Millionen Euro vermeldet. Die durch die Coronakrise verursachten Einnahmenverluste bereiteten zusätzliche finanzielle Probleme. Zudem verpasste der Club nach zuletzt 16 Spielen ohne Sieg die Qualifikation für einen lukrativen europäischen Wettbewerb.

Was wir bisher berichtet haben (29. Juni, 21.45 Uhr):

Gelsenkirchen - Wie die Zeitung am Montag (29. Juni) berichtet, soll die Höhe der Bürgschaft 40 Millionen Euro betragen. Demnach soll die Millionen-Hilfe am Mittwoch offiziell bekannt gemacht werden. Das Landesfinanzministerium wollte mit Verweis auf das Bürgschaftsgeheimnis dazu nicht Stellung nehmen.

Schalke steckt in finanziellen Schwierigkeiten

Der Bundesliga-Zwölfte hatte für das Geschäftsjahr 2019 Verbindlichkeiten in Höhe von 197 Millionen Euro vermeldet. Die durch die Coronakrise verursachten Einnahmenverluste bereiteten zusätzliche finanzielle Probleme. Zudem verpasste der Club nach zuletzt 16 Spielen ohne Sieg die Qualifikation für einen lukrativen europäischen Wettbewerb. Nicht zuletzt deshalb denkt der Club laut "Süddeutscher Zeitung" darüber nach, eine Gehaltsobergrenze für Profis in Höhe von 2,5 Millionen Euro pro Jahr einzuführen.

S04-Aufsichtsratschef Tönnies unter Druck

Bei Protesten am vergangenen Samstag auf dem Vereinsgelände Berger Feld hatten Fans den Rückzug von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies gefordert. Er steht als Firmenchef und als Chef des Bundesligisten weiter massiv unter Druck. Im Stammwerk des Tönnies-Fleischkonzerns im Kreis Gütersloh hatten sich weit über 1000 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Deshalb gab es heftige Kritik an den Arbeitsbedingungen im Unternehmen. Viele Schalke-Fans fordern einen Rücktritt von Tönnies bei den Königsblauen.

Schalke 04 führt eine Gehaltsobergrenze für die Spieler ein.

So sieht offenbar das Schalker Trikot für die neue Saison aus.

(mit dpa-Material)

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