Marokkaner steigt ins Schalker Training ein

Unterstützung für Amine Harit

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Gelsenkirchen - Die China-Reise ist an Christian Heidel nicht spurlos vorbei gegangen. „Anderthalb Tage war ich völlig platt. Der Jetlag hat mir diesmal enorm zu schaffen gemacht“, sagt der Schalker Sportvorstand im Gespräch mit dieser Zeitung. Ab heute geht es für den 55-Jährigen aber mit Volldampf weiter.

Dabei wartet auf Heidel kein einfaches Gespräch, denn Amine Harit ist zurück auf Schalke und wird am Montag ab 10 Uhr sein erstes Training im Rahmen der Saisonvorbereitung absolvieren.

Wie hat der marokkanische WM-Teilnehmer, der Ende Juni in Marrakesch in einen schweren Verkehrsunfall mit Todesfolge verwickelt war, dieses schreckliche Ereignis verkraftet? Das wird natürlich ein großes Thema sein, wenn Heidel und Trainer Domenico Tedesco mit dem jungen Stürmer reden. Harit selbst wird sich nicht äußern. Heidel: „Wir haben eine Fürsorgepflicht gegenüber dem Spieler. Ich bitte das zu respektieren.“

Dass Harit nach dem schrecklichen Unfall relativ schnell seinen Pass und Führerschein zurück erhielt und sich jetzt in Deutschland befindet, darf wohl als Beleg gewertet werden, dass der 21-Jährige keine Hauptschuld an dem grausamen Geschehen trägt. Sonst hätten die Behörden in seinem Heimatland wohl anders reagiert. Schalke wird jetzt alles dafür tun, dass Harit die Rückkehr in die Normalität bewältigen kann.

Auch Benedikt Höwedes wird Anfang der Woche wieder auf Schalke trainieren, weil er bisher noch keinen neuen Verein gefunden hat. Heidel: „Das ist für beide Seiten wichtig. Schließlich will Benni so schnell wie möglich fit werden.“ Der Sportvorstand steht in ständigem Kontakt mit Höwedes und dessen Berater Volker Struth, um eine akzeptable Lösung für Schalke und seinen verdienten Weltmeister zu finden.

Der Vertrag des 30-Jährigen läuft zwar noch bis zum 30. Juni 2020, doch Höwedes hat längst eingesehen, dass seine Einsatzchancen bei den Königsblauen auch in der neuen Saison gering sein dürften. Deshalb stehen die Zeichen erneut auf Abschied, nachdem die Ausleihe zu Juventus Turin für den Nationalspieler – auch aus Verletzungsgründen – nicht den gewünschten Erfolg brachte.

Ins Mannschaftstraining kehren auch Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf zurück. Beide durften wegen ihrer Länderspieleinsätze nach dem Saisonende etwas länger pausieren. Somit wird Trainer Domenico Tedesco nur noch auf die WM-Teilnehmer Salif Sané und Breel Embolo verzichten müssen.

Nastasic ist wieder fit

Erfreulich ist zudem die Entwicklung bei Matija Nastasic. Der Abwehrspieler hat seine Kreuzbandverletzung gut überstanden und soll wieder am Mannschaftstraining teilnehmen können. Wegen dieser Verletzung hatte der Serbe die WM-Teilnahme in Russland verpasst.

Nach dem anstrengendem China-Trip wird das Training nun intensiviert. In dieser Woche hat Tedesco acht Einheiten angesetzt sowie ein Freundschaftsspiel am Samstag (17 Uhr) beim Oberligisten ETB SW Essen. Der Kampf um die Stammplätze geht in eine neue Phase.

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