Nach Krösche-Absage

Die zähe Suche nach einem neuen Sportdirektor

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GELSENKIRCHEN - Schalke kommt bei seinen Planungen nur langsam voran.

Während die meisten Schalker Spieler ihren Urlaub genießen, gibt es für Jochen Schneider Arbeit ohne Ende. Der Schalker Sportvorstand findet die aktuelle Arbeitsbelastung zwar „normal“, aber die Herausforderungen haben es für den 48-Jährigen in sich.

Denn der personelle Umbruch beim FC Schalke 04 ist noch längst nicht so weit, wie Schneider sich das wünschen würde. Auf der Abgabenseite hat sich bisher kaum etwas getan. Vor allem diejenigen Spieler, die lukrative Verträge besitzen, mit denen Schalke aber nicht mehr plant, wie Nabil Bentaleb, Hamza Mendyl oder Amine Harit, stehen weiterhin auf der Schalker Gehaltsliste. Da ist noch viel Verhandlungsgeschick nötig, um diesen Zustand zu verändern.

Und in Sachen Neuzugängen geht es auch nur langsam voran. Das hat vor allem zwei Gründe. Schalke hat an Attraktivität verloren, weil die Mannschaft in der neuen Saison in keinem internationalen Wettbewerb vertreten ist. Und zweitens sind die finanziellen Möglichkeiten deutlich reduzierter als in der vergangenen Saison, als Ex-Manager Christian Heidel üppig einkaufen konnte.

Krösche war Topkandidat

Selbst die Suche nach einem Sportdirektor entwickelt sich offenbar längst nicht so einfach wie gedacht. Offenbar ist Schalke doch nicht mehr der große Name, wie von Vereinsseite suggeriert wird. Der Paderborner Top-Kandidat Markus Krösche entschied sich jedenfalls lieber für Leipzig als für Königsblau. Auch das ist ein Indiz, wie sich die Kräfteverhältnisse in der Bundesliga langsam gewandelt haben.

Dass Schalkes ursprünglicher Plan, Ende Juni auf einer Pressekonferenz den neuen Trainer David Wagner, den neuen Kaderplaner Michael Reschke sowie den noch nicht gefundenen Sportdirektor zu präsentieren, auf der Kippe steht, dementiert Schneider im Gespräch mit dieser Zeitung: „Warten Sie mal ab“.

Mehr lässt sich der 48-Jährige jedoch nicht entlocken, „denn es macht keinen Sinn, Wasserstandsmeldungen abzugeben.“ Und Gerüchte wolle der Sportvorstand auch nicht kommentieren: „Dazu habe ich keine Lust“.

Ablösepoker um Raman

Mehr als ein Gerücht ist jedoch das Schalker Interesse an Benito Raman von Fortuna Düsseldorf. Der Spieler hat angeblich bereits erklärt, dass er unbedingt zu den Königsblauen wechselt will. Noch ist der Ablösepoker jedoch nicht beendet. Raman hat in Düsseldorf noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022.

Auf Schalke dreht sich das Transferkarussell auch auf Spielerseite: Auch ein neuer Torwart steht wohl auf der Einkaufsliste.

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