Neuzugang Rudy

Mit 28 Jahren alt genug für eine Führungsrolle

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GELSENKIRCHEN - Er lächelte, lächelte und lächelte. Schalkes Neuzugang Sebastian Rudy genoss gestern Vormittag nach seiner ersten Trainingseinheit den Kontakt mit den Fans. Nachdem er sich seine Fußballschuhe ausgezogen hatte, erfüllte der Nationalspieler auf Socken jeden Autogramm- und Selfiewunsch. Danach sprach er über seine ersten Eindrücke auf Schalke und die Rolle von Trainer Domenico Tedesco.

Rudy über...

Als ich das erste Mal in die Kabine kam, bin ich sehr herzlich begrüßt worden. Ich habe bisher nur Positives erlebt, seit ich hier in Gelsenkirchen bin. Nach zwei Wochen bei den Bayern unter dem neuen Trainer Niko Kovac habe ich die Entscheidung getroffen, den Verein zu verlassen. Es waren ein paar Vereine da, die mich haben wollten. Ich wollte nicht unüberlegt handeln, deshalb hat es so lange gedauert. Schalke ist ein Wahnsinnsklub mit großartigen Fans im Rücken. Hinzu kam, dass der Verein sich sehr um mich bemüht hat. Ich wollte mich langfristig binden. Diese Möglichkeit hat Schalke mir gegeben. Seit dem Frühjahr waren wir immer in losem Kontakt gewesen, der in den letzten Wochen dann immer intensiver wurde. Domenico Tedesco ist nicht nur wegen mir nach München gekommen. Es gab wohl noch andere Termine. Aber das Gespräch war sehr gut. Wenn Du nicht regelmäßig spielst, ist es schwierig, in der Nationalelf zum Zug zu kommen. Deshalb ist für mich der Wechsel zu Schalke ein wichtiger Schritt. Ich will natürlich meine Spiele machen und ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft werden. 28 Jahre ist ein gutes Fußballalter. Da kann man die jungen Spieler auch ein bisschen führen. Ich musste eine Nummer nehmen, die frei ist. Die anderen, die frei waren, haben mir nicht so gefallen. Man hat als Fußballer leider nur eine begrenzte Anzahl von Jahren, wo man auf hohem Niveau spielen kann. Wenn das nicht geht, muss man eine Entscheidung treffen. Ich habe ihn in Hoffenheim, wo er die U 19 trainierte, leider nicht näher kennengelernt. Bei unserem Gespräch in München hat er mir nicht nur Honig um den Mund geschmiert, sondern auch gezeigt, wo ich mich verbessern kann. Ich war überrascht, wie viel er über mich wusste. Jeder von uns freut sich darauf. Ob die Gruppe stark sein wird oder nicht, ist mir letztlich egal. Ich denke, dass man immer eine Chance hat, unabhängig davon, wie der Gegner heißt. Schalke ist so gut aufgestellt, dass wir in der Gruppenphase weiterkommen können.

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