Offensiv-Hoffnung

Keine Tore, aber meistens gut gelaunt

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GELSENKIRCHEN - Regelmäßig beglückt Franco Di Santo die Menschheit in den sozialen Netzwerken mit seinen umfangreichen Aktivitäten. Doch etwas fehlt.

Eigene sportliche Erfolge, die sich bei einem Mittelstürmer vor allem in Toren ausdrücken, sucht man bei seinen zahlreichen Einträgen im Internet vergeblich. Was in der aktuellen Saison aber auch keine Überraschung ist, denn der Argentinier hat für die Königsblauen noch nicht getroffen. Null Tore in der Bundesliga, null Tore in der Champions League und null Tore im DFB-Pokal.

Doch ausgerechnet auf Di Santo ruhen heute Abend (18.30 Uhr/Sky) bei 1899 Hoffenheim die Schalker Hoffnungen in der Offensive. Denn nach den Ausfällen der Langzeitverletzten Mark Uth, Breel Embolo und Cedric Teuchert stehen auch die Einsätze von Guido Burgstaller und Steven Skrzybski stark auf der Kippe. Burgstaller hat Probleme mit der Achillessehne. Das sei zwar keine strukturelle Geschichte, so Trainer Domenico Tedesco, aber die Gefahr, dass daraus mehr erwachsen könnte, ist wohl nicht von der Hand zu weisen.

Auch bei Steven Skrzybski sind die Einsatzchancen eher gering, weil seine muskulären Probleme an der Schulter sehr schmerzhaft sind. Bliebe also nur Di Santo, der ungeachtet der sportlichen Lage meistens gut gelaunte Stürmer, der in dieser Saison nur einmal Schlagzeilen produzierte, als er sich mit seinem Trainer anlegte, weil dieser es gewagt hatte, ihn im Heimspiel gegen Bayern München auszuwechseln. Seitdem gilt das Verhältnis als belastet, obwohl beide Seiten den Vorfall herunterspielten.

Die Zeichen stehen auf Trennung

Doch danach saß der 29-Jährige entweder auf der Ersatzbank oder war nicht einmal mehr im Kader. In Porto bekam er mal wieder von Angang an eine Chance, doch Torgefahr ging vom Argentinier nicht wirklich aus. Deshalb spricht alles dafür, dass sich am Saisonende die Wege des Spielers und seines aktuellen Vereins trennen werden.

Die vier Jahre auf Schalke haben sich für Di Santo dann zwar finanziell gelohnt, aber sich als großes Missverständnis erwiesen. Der von Werder Bremen mit viel Vorschusslorbeeren noch von Schalkes früherem Manager Horst Heldt verpflichtete Angreifer konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nie erfüllen und war mehr Mitläufer als kontinuierlicher Torproduzent.

Apropos Erwartungen: Schalke droht ein strenger Winter, wenn die Mannschaft sich nicht schnellstens anders präsentiert. Die Pfiffe von einem Teil der Schalker Fans gegen das eigene Team in Porto waren ein unüberhörbares Warnsignal. Die Nerven sind angespannt, die Königsblauen müssen sich in allen Mannschaftsteilen steigern, wenn sie die Abstiegsregion bis zur Winterpause verlassen wollen. Dass wird angesichts des schwierigen Restprogramms alles andere als ein Selbstläufer.

„Hoffenheim ist eine Mannschaft, die offensiv sehr stark ist und super Stürmer hat. Da sind schon ein paar Torgaranten dabei“, lobte Tedesco. Ihm bleibt im Angriff vielleicht nur Di Santo. Schalkes Erfolg versprechende Perspektiven sehen anders aus.

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