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Wer wird Schalkes neuer Chef im Mittelfeld?

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GELSENKIRCHEN - Nach den Abgängen von Leon Goretzka (FC Bayern München) und Max Meyer (hat noch immer keinen neuen Verein gefunden) werden im Schalker Zentrum die Karten ganz neu gemischt. Wer wird Schalkes neuer Mittelfeld-Chef? Diese vier Kandidaten haben die besten Chancen.

Nabil Bentaleb

: Der Algerier ist ein Spieler, der defensive und offensive Qualitäten vereint. Mit seiner Passsicherheit, Zweikampfstärke und Spielintelligenz ist er eigentlich prädestiniert für eine Rolle im zentralen Mittelfeld. Bisher ist ihm das allerdings aus den unterschiedlichsten Gründen noch nicht kontinuierlich gelungen. Mal stoppten den 23-Jährigen Verletzungen, mal gab es Stress mit Trainer Domenico Tedesco, der für Bentaleb in manchen Spielen nicht mal einen Platz im 18er-Kader hatte.

Doch mittlerweile scheint Bentaleb begriffen zu haben, was Tedesco von ihm verlangt. In seinem dritten Schalke-Jahr will er eine sportliche Führungsrolle übernehmen. Sein Ehrgeiz ist ungebrochen. „Nach verlorenen Spielen sitzt Nabil in der Kabine und ist nicht ansprechbar“, hat Sportvorstand Christian Heidel schon des Öfteren festgestellt, dass Bentaleb mit Niederlagen nur ganz schwer umgehen kann.

Omar Mascarell:

Wer ihn in den Trainingseinheiten beobachtet, gewinnt den Eindruck, als würde der Spanier schon viele Jahre für den FC Schalke 04 spielen. Fehlpässe leistet sich der 25-Jährige sehr selten. Er fordert ständig den Ball, hat eine gute Körpersprache und geht keinem Zweikampf aus dem Weg. Bereits in den Testspielen war deutlich zu sehen, dass der Ex-Frankfurter überhaupt keine Integrationsprobleme hat.

Allerdings übertreibt der Sechser manchmal sein hartes und kompromissloses Einsteigen. In der vergangenen Saison sah er schon nach 21 Spieltagen seine zehnte Gelbe Karte und musste bereits seine zweite Spielsperre absitzen. „Manchmal werde ich zu taktischen Fouls gezwungen“, rechtfertigte Mascarell seine „Kartenflut“. Oft brachte er mit seiner Beharrlichkeit seine Gegner zur Verzweiflung. Dabei hilft ihm seine Laufstärke. In der vergangenen Saison legte Mascarell durchschnittlich zwölf Kilometer pro Spiel zurück - ein Spitzenwert.

Weston McKennie:

Der US-Boy hat in seinem ersten Profi-Jahr große Fortschritte gemacht. Der 19-Jährige ist lernbegierig und schaut sich viel von den erfahrenen Spielern ab. Tedesco sieht ihn auf der Sechser oder Achter-Position am besten aufgehoben. Für eine herausgehobene Position im Mittelfeld fehlt ihm aber noch etwas Erfahrung.

Suat Serdar:

Schon in den ersten Vorbereitungsspielen war zu sehen, dass viel Potenzial im Ex-Mainzer schlummert. Suat Serdar ist zweikampfstark und hat eine gute Spielübersicht. Außerdem kann er mit Distanzschüssen das gegnerische Tor in Gefahr bringen, eine Qualität, die dem Schalker Spiel in der vergangenen Saison fehlte.

Manchmal trennt der 21-Jährige noch zu spät vom Ball, sodass er diesen auch mal an den Gegner verliert. Aber durch seine Schnelligkeit und hohe Intensität bei der Balleroberung macht er dieses Defizit schnell wett.

Prognose:

Bentaleb und Mascarell könnten die beiden neuen Führungsfiguren in der Schalker Mittelfeldzentrale werden. Serdar braucht noch Eingewöhnungszeit, bringt aber genauso wie McKennie so viel Talent mit, um langfristig eine dominante Rolle im Schalker Spiel einzunehmen.

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