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Nach dem Sieg in Hannover wollen Jeffrey Bruma, Salif Sané und Breel Embolo (v.l.) nun auch am Mittwoch im Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen weiterkommen.

Pokalspiel

Keine Torhüter-Rotation bei Schalke

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Hannover/Gelsenkirchen - Auch wenn Ralf Fährmann am Montag ins Mannschaftstraining zurückkehrte, gibt es im Pokalspiel gegen Bremen keinen Wechsel im Tor.

Domenico Tedesco, der Vorgänger von Huub Stevens auf dem Schalker Trainerstuhl, hatte es noch anders gehalten. Er hatte zwar Alexander Nübel zum Rückrundenauftakt zur neuen Nummer eins im Schalker Tor befördert, aber der degradierte Fährmann erhielt zumindest ein bisschen Spielpraxis in der Champions League oder im DFB-Pokal, „denn“, so Tedesco, „wir sind in der glücklichen Lage, zwei starke Torhüter in unseren Reihen zu haben“.

Huub Stevens hält von einer Rotation – und fällt sie hinsichtlich der Pflichtspiele noch so moderat aus – offenbar wenig. Bereits unmittelbar nach dem knappen Sieg in Hannover ließ Schalkes „Jahrhunderttrainer“ keinen Zweifel daran, wer am Mittwoch im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen im Schalker Tor stehen wird: „Alex Nübel hat darauf eine gute Antwort gegeben. Ich stelle nicht nach DFB-Pokal oder Champions League auf, sondern nach Qualität.“

Was bedeutet, Nübel hat Stevens nicht zuletzt durch seinen starken Leistungen in Hannover überzeugt. Der gebürtige Paderborner genießt sein Vertrauen, was in zweifacher Hinsicht logisch erscheint. Einerseits hat sich Nübel in den Spielen, in denen er auf dem Platz stand, keine gravierenden Fehler geleistet. Andererseits ist Schalkes sportliche Situation weiterhin zu prekär, als dass ein Rollentausch im Tor so einfach zu bewerkstelligen wäre.

Breel Embolo und Mark Uth blieben in Hannover sehr blass

Dieses Gefühl haben offenbar auch die Spieler. Bei aller Freude über die drei Punkte betonte Benjamin Stambouli: „Wir wissen, dass wir viel besser machen müssen. Aber die Basis war Kampf, und den haben wir geliefert“, sagte der Franzose, der zu den besten Spielern der Königsblauen in Hannover gehörte.

Huub Stevens hofft natürlich, dass der erste Sieg unter seiner Regie das Selbstvertrauen seiner Spieler stärkt, aber ganz sicher ist er in dieser Hinsicht nicht. „Ich wünsche mir, dass die drei Punkte den Jungs etwas Vertrauen geben“, so der 65-Jährige.

Denn Werder Bremen ist am Mittwoch als Gegner im DFB-Pokal-Viertelfinale ein ganz anderes sportliches Kaliber als das Tabellenschlusslicht Hannover. Noch haben die Norddeutschen in diesem Jahr kein einziges Pflichtspiel verloren. Das wissen natürlich auch die Schalker Spieler. „Werder ist sehr gut drauf momentan. Aber wir werden wie in Hannover 100 Prozent geben“, versprach Siegtorschütze Suat Serdar.

Dieser hatte bei der spielentscheidenden Aktion gar nicht das gegnerische Tor im Blick. „Ich habe gar nicht aufs Tor geguckt, muss ich ehrlich sagen, sondern ich habe probiert, den Ball anzunehmen und dann einfach draufgehalten. Schön, dass er reingegangen ist“, sagte der U21-Nationalspieler mit einem Schmunzeln.

Zu denken gab dagegen der Auftritt der beiden Spieler, die eigentlich von Schalke für das Toreschießen verpflichtet wurden: Breel Embolo und Mark Uth blieben in Hannover sehr blass. Bei Embolo sind technische Schwäche und falsche Laufwege weiterhin unübersehbar, während Uth die Durchschlagskraft fehlte. Da nutzte es auch nichts, den schwachen Auftritt mit Sprints zu kaschieren, um dem Gegner den Ball abzunehmen. Uth hat noch längst nicht zur Torgefahr zurückgefunden, die ihn in Hoffenheim ausgezeichnet hat. Erst zwei Tore in der Bundesliga sind eine erschreckende Bilanz.

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