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Randale beim Revierderby Schalke gegen den BVB: Die Polizei will rivalisierende Fangruppen am Samstag erst gar nicht aufeinander treffen lassen.

Hochsicherheitsspiel am Samstag

Schalke gegen BVB: Angst vor Ausschreitungen beim Revierderby - so hart greift die Polizei durch

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Freude bei den Fußball-Fans: Schalke gegen den BVB ist diesmal ein echtes Topspiel. Der Polizei bereitet das Revierderby dagegen Kopfzerbrechen. Sie kündigt eine harte Linie gegen Fan-Chaoten an.

Gelsenkirchen / Dortmund - Fußball-Fans fiebern seit Wochen dem Klassiker schlechthin in Deutschland entgegen. Am Samstag, 25. Oktober, um 15.30 Uhr ist es wieder so weit: Schalke 04 gegen Borussia Dortmund steht an. Die aktuelle Auflage dürfte angesichts des Tabellenstandes beider Mannschaften noch einmal an Brisanz gewinnen. 

Denn schließlich handelt es sich in der Bundesliga-Hinrunde diesmal um ein waschechtes Spitzenspiel: Der BVB ist als Viertplatzierter nur einen Punkt hinter Tabellenführer Mönchengladbach, Schalke ist zwar nur Siebter, weist dort aber auch lediglich zwei Zähler Rückstand zum Spitzenreiter auf. 

Sichtschutzwände gegen Provokationen

Die für die Sicherheit bei Bundesliga-Spielen zuständige Bundespolizei ist jedenfalls in höchster Alarmbereitschaft und hat im Vorfeld Informationen dazu veröffentlicht, wie sie die Fangruppen beider Vereine sicher in die VELTINS-Arena leiten möchte. 

Demnach wird die Behörde im Bereich des Gelsenkirchener Hauptbahnhofes Sichtschutzwände errichten, um verbale Provokationen von Beginn an zu minimieren und so eine zügige Weiterfahrt der rivalisierenden Fangruppen zu gewährleisten.

Wie bei jedem Heimspiel wird auch der Zugang zur U-Bahn im Bereich der Bochumer Straße während der An- und Abreise der Dortmunder Gästefans gesperrt werden, kündigt die Bundespolizei an. Ein Zugang zur U-Bahn ist im Hauptbahnhof und im Bereich des Vorplatzes dauerhaft möglich, so die Behörde.

Zahlreiche Mannschaften in NRW im Einsatz

Aber auch am Hauptbahnhof Dortmund, wo sich die BVB-Fans in Sonderzügen ohne Zwischenhalt in Richtung Revierderby in Bewegung setzen, werden Bundespolizisten ab dem Samstagvormittag verstärkte Präsenz zeigen. 

Reisewegüberschneidungen einzelner Fangruppen werden - hier wie dort - jedoch kaum zu vermeiden sein: Denn auch Rot-Weiß Oberhausen und SG Wattenscheid 09 (spielen in der Regionalliga West gegeneinander), Werder Bremen (spielt bei Bayer Leverkusen) und Fortuna Düsseldorf (spielt beim SC Paderborn) sind am Samstag im Bundesland NRW aktiv.

So friedlich wie hier im Jahr 2017 geht es zwischen Schalke- und Dortmund-Fans vor und nach dem Revierderby nicht immer zu. 

Harte Linie auch in Sachen Pyrotechnik

Der Einsatzleiter, Polizeioberrat Sven Srol, gibt daher eine harte Linie vor: "Die Bundespolizei beabsichtigt, eine friedliche An- und Abreise zu den verschiedenen Spielpaarungen zu gewährleisten und Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Fanszenen zu verhindern. Straftäter werden den Spielort nicht erreichen und werden konsequent zurückgeschickt."

Klare Kante zeigt die Bundespolizei auch in Sachen Pyrotechnik und weist alle Fans ausdrücklich darauf hin, dass deren Verwendung strikt verboten ist. "Gerade in Zügen, in Personenbahnhöfen und in Fußballstadien kann der Gebrauch von Pyrotechnik Menschen erheblich gefährden. Deshalb ist schon das Mitführen und Abbrennen von Pyrotechnik grundsätzlich strafbar und wird durch die Bundespolizei konsequent verfolgt", kündigt die Behörde an.

Bundespolizei mit dreistelliger Anzahl von Einsatzkräften

Insgesamt wird die Bundespolizei am Samstag mit einer dreistelligen Anzahl von Einsatzkräften in Bahnhöfen, Haltepunkten und Zügen unterwegs sein. Hierzu wird die einsatzführende Bundespolizeiinspektion Dortmund durch die Bundesbereitschaftspolizei aus Sankt Augustin, Huenfeld und Duderstadt verstärkt. Zudem wird ein Bundespolizeihubschrauber mit Bildübertragung zum Einsatz kommen.

Bei uns können Sie noch 2 x 2 Karten für das Revierderby gewinnen. Machen Sie noch bis Donnerstag mit bei unserer Verlosung. 

Im letzten Bundesliga-Spiel in Hoffenheim hat Schalke die Tabellenführung verpasst und Andrej Kramaric bei Hoffenheim zu einem großartigen Comeback verholfen.

Dass Alexander Nübel nächste Saison nicht beim FC Schalke spielen wird, ist eigentlich klar. Gut möglich, dass er nicht innerhalb der Bundesliga wechselt.

Es war der letzte Strohhalm für zwei Schalke-Fans: Sie stellen nach einem nicht gegebenen Elfmeter beim 0:3 gegen München Strafanzeige gegen Schiedsrichter und Videoassistent. Das sagt die Staatsanwaltschaft.

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