Vor Rückrundenstart

Heidel zieht Schalker Trainingslager-Bilanz

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Benidorm - Am Samstag ist das Trainingslager für Schalke beendet: Um 14 Uhr hebt in Alicante der Mannschaftsflieger Richtung Düsseldorf ab. Auf dem Hinflug wurde das Flugzeug über den Alpen ordentlich durchgeschüttelt — vielleicht ein Vorzeichen für die Woche in Spanien, die ebenfalls recht turbulent war. Für Nachrichten sorgten nicht immer nur die Spieler, die in Benidorm auf dem Platz standen. Einen Tag vor dem Abflug zog Manager Christian Heidel Bilanz.

Den Kopf schütteln musste Heidel, als er auf die Neuzugänge angesprochen wurde, die Schalke noch verpflichten will: Bekanntlich sollen noch bis zu drei Offensivspieler und eventuell ein Nachfolger für Naldo als Innenverteidiger geholt werden. Passiert ist bis jetzt: Nichts — selbst die traditionell heiße Schalker Gerüchteküche blieb in den vergangenen Tagen ungewohnt kalt. „Mir wäre auch lieber, wenn ich andere Nachrichten verkündigen könnte“, bedauert der Manager. Auch in Sachen Abgänge gebe es nichts Neues zu vermelden: Bekanntlich will sich Schalke von Abdul Rahman Baba, Johannes Geis und Franco Di Santo trennen. Auch da gebe es noch keine neuen Entwicklungen, sagt Heidel.

Ein im Trainingslager präsentierter Neuzugang hätte vielleicht von diversen Nebengeräuschen abgelenkt, die die Woche in Benidorm begleiteten. So etwa die Diskussion über die fehlende Lautstärke auf dem Trainingsplatz, von der viele Beobachter auf eine zu lasche Einstellung der Spieler schlossen. Schalkes Verantwortliche sahen das anders — es fiel aber auf, dass es nach dem Erscheinen der Medienberichte zu diesem Thema deutlich lauter auf dem Platz wurde.

„Mein letzter Stand ist, dass unser Trainerteam mit der Einstellung und dem Mannschaftsgeist sehr zufrieden waren“, wehrte sich Heidel. „Es mag sein, dass der Eindruck von außen ein anderer war — für mich ist die Meinung des Trainers natürlich wichtiger.“

Schwerpunkt der Woche in Spanien sei das Einstudieren von Automatismen im Spiel gewesen: „Das Ziel haben wir erreicht“, ist sich der Manager sicher. Für den Rückrundenstart sieht er sein Team gut aufgestellt: Schalke empfängt am 20. Januar (18 Uhr) den VfL Wolfsburg.

Mit Sicherheit kein Führungsspieler wird Amine Harit: Der Marokkaner war zu Hause geblieben — offiziell, um dort seine Reha fortzusetzen. Nach zahlreichen Eskapaden könnte der Grund aber vor allem auch disziplinarischer Natur sein. Heidel jedenfalls hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, den 21-Jährigen noch in die Spur zu bringen — wollte aber einen Verkauf nicht ausschließen, sollte sich ein Interessent finden.

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