Schalke geht optimistisch in die Saison

„Wir müssen da sein, wenn Bayern strauchelt“

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Gelsenkirchen - Natürlich, streng genommen hat für den FC Schalke 04 die neue Saison bereits in der vergangenen Woche mit dem Pokalspiel beim 1. FC Schweinfurt begonnen – eine Hürde, die die Königsblauen ohne Glanz, aber dennoch souverän nahmen.

Doch die meisten Fans würden jetzt zustimmen: So richtig geht‘s erst am Samstag um 15.30 Uhr los, wenn beim VfL Wolfsburg Schalkes erste Bundesligapartie angepfiffen wird. Dann wird sich zeigen, welche Früchte die Vorbereitung getragen hat. Wir ziehen einmal Bilanz und schauen, wie gut der FC Schalke für die Bundesliga – und die Champions League – aufgestellt ist.

Kader

Mit sechs „Neuen“ hat sich Schalke bislang verstärkt: Omar Mascarell, Steven Skrzybski, Mark Uth, Suat Serdar, Salif Sané und Hamza Mendyl kamen, dafür gingen Leon Goretzka, Max Meyer, Thilo Kehrer, Pablo Insua, Fabian Reese und Marko Pjaca. Auch in der kommenden Saison setzt Schalke auf einen kleinen Spielerkreis. „Was wir nicht wollen, ist ein Kader mit vier oder fünf Spielern, die wissen, dass sie sowieso nicht zum Einsatz kommen“, begründet Manager Christian Heidel. In der vergangenen Saison hat das gut funktioniert: Der kleine Kader hat den Konkurrenzkampf verstärkt. Auch Profis, die am Wochenende zuvor nicht auf dem Spielberichtsbogen standen, wussten, dass sie durch gute Leistungen im Training in die Startelf rutschen konnten. Allerdings hat Schalke da auch nicht europäisch gespielt – es bleibt abzuwarten, wie die Mannschaft mit der Dreifachbelastung zurecht kommt. Wobei: Dieses Wort nehmen die Schalker Verantwortlichen ohnehin nicht in den Mund. „Das ist eine Dreifachbelohnung“, unterstreicht Trainer Domenico Tedesco.

Verletzungssorgen

In der vergangenen Saison blieb Schalke von größeren Verletzungssorgen verschont – das sieht jetzt schon anders aus. Mit Bastian Oczipka (Leistenoperation) und Benjamin Stambouli (Syndesmoseverletzung) fallen zwei Stammspieler lange aus. „Bei Stambouli steht eine abschließende Diagnose noch aus“, sagte Tedesco, „ich rechne aber nicht damit, dass er weniger als fünf bis sechs Wochen pausieren muss.“ Eventuell bedeutet das noch mehr Arbeit für Heidel. Eigentlich war nach der Verpflichtung von Hamza Mendyl maximal noch eine weitere Verstärkung im defensiven Mittelfeld geplant. Das sei auch weiterhin der Plan, bekräftigte Heidel am Donnerstag. Er schloss aber nicht aus, dass er seine Meinung noch einmal ändern könnte, sollte sich die Verletzung Stamboulis als hartnäckiger erweisen.

Saisonziele

Das „M-Wort“ nimmt auf Schalke nach wie vor niemand in den Mund – für Tedesco ist der FC Bayern immer noch erster Anwärter auf den Titel. „Die haben sich in den vergangenen Jahren einen Riesenvorsprung erarbeitet, diese Lücke gilt es erst einmal zu füllen“, so der Coach. Ganz hoffnungslos gibt er sich aber nicht. „Auch Bayern kann mal ins Straucheln kommen – und dann müssen wir da sein.“

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