FC Schalke 04

Höwedes bleibt nur zu Besuch

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GELSENKIRCHEN - Sein Lachen war nicht zu übersehen. Als Benedikt Höwedes gestern Mittag den Trainingsplatz verließ, blieb er immer wieder stehen, weil ihn Schalker Fans freundlich begrüßten. Höwedes schrieb Autogramme, nahm sich Zeit für einen kurzen Plausch und erklärte den zahlreichen Journalisten, die sein erstes Mannschaftstraining seit knapp einem Jahr verfolgt hatten: „Es gibt nichts zu sagen.“ Aber der freundliche Empfang durch die Schalker Anhänger war sicherlich Balsam für seine Seele.

Trainer Domenico Tedesco war bemüht, die heikle Personalie nicht zu hoch zu hängen. Der Umgang mit Höwedes sei völlig normal, seine Ergebnisse bei den Leistungstests am Dienstag und Mittwoch seien in Ordnung gewesen, aber der Spieler habe sich ja klar positioniert. „Es hat gesagt, dass er sich umschaut. Das ist Signal genug“, so der Schalker Trainer.

Was bedeutet: Schalke wird Höwedes, dessen Vertrag beim Bundesligisten noch bis 2020 läuft, sicherlich keine Steine in den Weg legen, sollte der Weltmeister ein für ihn akzeptables Angebot bekommen und die Ablösesumme stimmen. Dafür sind die Verdienste des Defensivspezialisten für den FC Schalke 04 viel zu groß, zumal Höwedes in den sportlichen Überlegungen von Tedesco auch in der Saison 2018/2019 keine Rolle spielt.

Überangebot in der Defensive

Gerade in der Defensive haben die Blau-Weißen mit Naldo, Matija Nastasic, Thilo Kehrer, Benjamin Stambouli und Neuzugang Salif Sané ein Überangebot an starken Defensivspielern. Für Höwedes bliebe bestenfalls nur ein Platz auf der Ersatzbank, was den 30-Jährigen natürlich alles andere als befriedigen würde.

Doch mehr als Gerüchte, angeblich zeigen Hannover 96 und der VfB Stuttgart Interesse an Höwedes, gibt es bisher nicht. Berücksichtigen wird der Noch-Schalker bei seiner Entscheidung, zu einem anderen Verein zu wechseln, auch seine familiäre Situation, denn er wird bald Vater. Da stellt sich die Frage, ob ein erneuter Wechsel ins Ausland für ihn Sinn macht.

"Ein Super-Charakter"

Für seine Mannschaftskollegen ist die Rückkehr von Höwedes nichts Besonderes. „Es macht Spaß, mit ihm auf dem Platz zu stehen. Er hat einen Super-Charakter. Benni war sofort integriert, er kennt sich hier ja besonders gut aus,“ sagte Guido Burgstaller.

Der Österreicher will an seine starke Saison anknüpfen. „So viele Tore wie möglich erzielen“, heißt die Marschroute des Publikumslieblings, der auch eine leise Kampfansage an Abonnementsmeister FC Bayern München richtete. „Wir werden alles dafür tun, dass die Saison diesmal spannender wird“, so Burgstaller.

Leichte Verletzte

Verzichten musste Tedesco gestern im Training auf Weston McKennie und Thilo Kehrer. Während Kehrer weiterhin einen Sehnenreizung behindert und Tedesco kein Risiko eingehen will, pausierte McKennie, weil er einen Schlag auf den Fuß bekommen war. „Das ist aber nicht so schlimm. Am Freitag will ich wieder auf dem Platz stehen,“ so der US-Boy im Gespräch mit dieser Zeitung.

Der für den Profi-Kader ausgemusterte Haji Wright konnte sich beim Probetraining bei Union Berlin nicht empfehlen und trainiert bis auf weiteres wieder in der Schalker U 23 mit.

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