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Er möchte sich derzeit am liebsten unter seinem Trikot verstecken. Für Neuzugang Benito Raman läuft es auf Schalke bisher alles andere als gut.

Telefonat am Montag

Raman-Transfer: Schalke-Manager Schneider und Fortuna-Boss Röttgermann sprechen sich aus 

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Nach dem Ärger um den Transfer von Benito Raman haben sich Schalke-Manager Schneider und Düsseldorf-Boss Röttgermann ausgesprochen. In einem Telefonat legten sie die Unstimmigkeiten bei.

Update, Montag, 16.41 Uhr:

Gelsenkirchen / Düsseldorf - Fortuna Düsseldorfs Vorstandschef Thomas Röttgermann und Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider haben sich ausgesprochen. In einem Telefonat am Montag legten beide Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit Transfer von Benito Raman zum FC Schalke 04 bei. Das teilte die Fortuna am Montag mit, der FC Schalke bestätigte dies.

Beide Seiten betonen das "freundschaftliche Verhältnis"

Röttgermann und Schneider klärten in dem persönlichen Gespräch sämtliche Unstimmigkeiten, auch hinsichtlich öffentlicher Äußerungen, auf und betonten das gute und freundschaftliche Verhältnis zwischen Fortuna Düsseldorf und dem FC Schalke 04", hieß es in der Fortuna-Mitteilung.

Schneider hatte Röttgermann am Sonntagabend heftig kritisiert und ihm vorgeworfen, beim Raman-Transfer Vertragsinhalte öffentlich gemacht und dabei die Unwahrheit gesagt zu haben. 

Ärger um die angebliche Transfersumme 

"Der Spiegel" hatte zuvor berichtet, die Transfersumme für den belgischen Angreifer sei deutlich geringer, als die aus Düsseldorf kolportierten rund 13 Millionen Euro. Das Nachrichtenmagazin hatte angegeben, dass ihm der Transfervertrag vorliege. Fortuna hatte die Darstellung als "falsch" zurückgewiesen und blieb bei ihrer Aussage zum Transfervolumen. Beide Clubs wollen sich von nun an nicht mehr zu der Causa äußern.

Hier die ursprüngliche Meldung:

Es könnte alles so schön sein beim FC Schalke 04: 5:1-Kantersieg beim SC Paderborn, nach vier Spieltagen schon immerhin sieben Punkte auf dem Konto, und mit acht Toren in den letzten zwei Partien läuft endlich auch die Tormaschinerie bei den Königsblauen wie geschmiert. Wäre da nicht diese eine Sache, die die sportliche Leitung - allen voran Sportvorstand Jochen Schneider - auf die Palme bringt.

Es geht um den Transfer von Stürmer Benito Raman von Fortuna Düsseldorf nach Gelsenkirchen. Über diesen plauderte nämlich Fortuna-Vereinschef Thomas Röttgermann kürzlich aus dem Nähkästchen. Laut des Magazins "Der Spiegel" nannte der Düsseldorf-Boss in einem Mediengespräch vertragsinterne Details - ein Vorgehen, das bei Spieler-Geschäften unter Bundesliga-Vereinen eigentlich strikt tabu ist. 

Fortuna-Vereinschef plaudert aus dem Nähkästchen

Demnach sei für den Belgier eine Summe "nördlich von 13 Millionen Euro" vereinbart worden. Aus den Recherchen des "Spiegel" geht allerdings hervor, dass der überwiesene Betrag in Wirklichkeit deutlich geringer ausfiel - nämlich nur 6,5 Millionen Euro. Röttgermann hatte seinem Verein und den eigenen Fans den Transfer offensichtlich schön gerechnet. Denn nur wenn man die Erfolgsprämien im Falle eines Schalker Siegeszuges in dieser Saison mit einrechnet, käme laut "Spiegel" eine Gesamtsumme von etwa zehn Millionen Euro für Raman heraus.

Dass überhaupt Zahlen über den Transfer an die Öffentlichkeit gekommen sind, ist für Jochen Schneider ein Unding. Nach dem Schalker 5:1-Sieg in Paderborn wies der Manager darauf hin, dass es bei Transferverhandlungen eine Verschwiegenheitspflicht gäbe. Außerdem widersprach er der genannten Summe von 13 Millionen Euro vehement. 

Wer auch immer in dem Fall die Wahrheit sagt: Der Transfer von Benito Raman zu Schalke 04 steht bisher unter keinem Stern - auch rein sportlich gesehen. Denn während seine S04-Kollegen derzeit viel Zielwasser getrunken haben, wartet der neue Stürmer immer noch auf sein erstes Pflichtspiel-Tor. 

Raman wartet noch auf erstes Pflichtspiel-Tor

Schon in den Schalker Vorbereitungsspielen agierte der 24-Jährige oft unglücklich und vergab gelegentlich sogar beste Chancen kläglich. Auch bei der Begegnung in Paderborn stand er am Sonntag wegen Sprunggelenksproblemen nicht zur Verfügung. 

Im Streit mit Fortuna Düsseldorf kann Schalke 04 in der Bundesliga-Partie am Samstag, 9. November, sportlich die passende Antwort geben. Dann ist die Elf aus der Landeshauptstadt ab 15.30 Uhr zu Gast.

Schalke-Gewinnspiel zur Heimpartie gegen Mainz

Zunächst kommt an diesem Freitag, 20. September, um 20.30 Uhr aber erstmal der FSV Mainz 05 in die VELTINS-Arena. Für diese Bundesliga-Begegnung verlosen wir wieder 2x2 Karten.

Mit dpa-Material

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