FC Schalke 04

Nastasic überraschenderweise beim Training

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GELSENKIRCHEN - Wegen der Länderspiele hatte Domenico Tedesco gestern nur zwölf Spieler beim Training. Darunter überraschenderweise auch Matija Nastasic.

Wenn der Serbe gesund ist, wird er regelmäßig zu den Länderspielen der serbischen Nationalmannschaft eingeladen. Der Schalker Innenverteidiger gehört seit Jahren zu den Stammspielern seines Heimatlandes. Doch diesmal verzichtete der 25-Jährige auf Einsätze in der serbischen Mannschaft.

„Es ist kein guter Augenblick, darüber zu sprechen. Ich will nur so viel sagen, dass es momentan für mich besser ist, hier auf Schalke zu arbeiten“, sagte Nastasic.

Kommunikationsprobleme

Doch es ist kein Geheimnis, dass es immer noch große Kommunikationsprobleme mit Serbiens Nationaltrainer Mladen Krstajic gibt. Kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft wurde der „Zoff“ zwischen dem aktuellen (Nastasic) und dem ehemaligen Schalker Profi (Krstajic) offensichtlich.

Nastasic meldete sich nach einem Kreuzbandanriss gerade rechtzeitig für die Weltmeisterschaft fit zurück und rechnete mit seiner Nominierung. Krstajic wollte jedoch unbedingt, dass sein Innenverteidiger noch an Testspielen teilnimmt. Das erschien Nastasic nicht sinnvoll. Er wollte lieber jeden Tag trainingsmäßig nutzen, um sich in Russland in optimaler Verfassung zu präsentieren.

Nastasic war sauer

Das sah sein Nationaltrainer anders. Krstajic strich Nastasic aus dem WM-Aufgebot. Vor allem über die Art und Weise der Ausbootung war der Bundesligaspieler sauer, denn Krstajic teilte ihm seine Entscheidung nicht in einem persönlichen Gespräch mit.

„Es ist schon hart, wenn Dich der Coach dann nicht einmal selbst anruft, um seine Entscheidung zu erklären. Das ist enttäuschend“, so Nastasic, der sich im vergangenen Oktober in einem wichtigen Qualifikationsspiel gegen Österreich zur Verfügung gestellt hatte, obwohl er damals angeschlagen war und Schalke nach seinem Einsatz mehrere Wochen auf seinen Verteidiger verzichten musste.

Verzicht auf Länderspiele

Doch seit seiner Nichtnominierung ist die Funkstille zwischen Krstajic und Nastasic bestehen geblieben. Seine Entscheidung, auf die Länderspiele zu verzichten, besprach Nastasic mit anderen Mitgliedern des serbischen Trainerstabs.

Ob damit sein endgültiger Abschied aus der Nationalmannschaft verbunden ist, ließ Nastasic offen. „Es ist nicht so, dass ich jetzt sage: Ich werde nie wieder für die Nationalmannschaft spielen. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Im Moment passt es nicht“, betonte der 25-Jährige, der sich erst einmal ganz auf die Arbeit beim FC Schalke 04 konzentrieren will.

"Brauchen noch etwas Zeit"

Da gibt es nach dem Bundesliga-Fehlstart genug zu tun. Nastasic bleibt jedoch optimistisch. „Unsere Neuzugänge brauchen noch etwas Zeit, bis sie die verschiedenen Spielsysteme verinnerlicht haben. Aber wir werden die Pause in der Bundesliga gut nutzen, um uns in Mönchengladbach ganz anders zu präsentieren“, betonte der Defensivspezialist.

Dann darf Nastasic wieder mitmischen, weil seine Rotsperre reduziert wurde. Vom Schiedsrichterassistenten hält der Schalker wenig. „Es macht doch den Reiz des Fußballs aus, über umstrittene Entscheidungen zu diskutieren. Ganz gerecht wird es nie zugehen“, so der Innenverteidiger.

"Schwierige Momente"

Unter Erfolgsdruck sieht der Serbe seine Elf nicht. „Wir hatten auch in der letzten Saison schwierige Momente. Aber wir haben gute Charaktere im Team, die solche Situationen meistern werden,“ erklärte der 25-Jährige.

Auch Naldo ist weiterhin positiv gestimmt. "Wir sind eine Mannschaft, die positiv denkt und auch eine schwierige Zeit überstehen kann,“ so der Schalker Abwehrchef.

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