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Suat Serdar will sich nun wieder auf Schalke konzentrieren.

Reaktion auf Militärgruß

Schalke-Profi Suat Serdar: „Wir sind alle gegen Krieg“

Fußballer Suat Serdar hat sich nach dem Militär-Salut von türkischen Nationalspielern klar positioniert. Das sagt der Schalke-Profi zur aktuellen Diskussion.

„Wir sind alle gegen Krieg. Auch Ozan“, sagte der Mittelfeldspieler mit türkischen Wurzeln mit Blick auf seinen für die Türkei spielenden Schalker Teamkollegen Ozan Kabak am Mittwoch in Gelsenkirchen. Allerdings werde das Thema nach Ansicht Serdars „in den Medien zu hochgehängt“.

Der in Bingen geborene Serdar hatte in der Vorwoche sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft gegeben. Kabak hatte bei den Spielen der Türkei in der EM-Qualifikation gegen Albanien und in Frankreich auf der Bank gesessen, sich nach dem Heimspiel aber dem Salut der Kollegen angeschlossen. 

Schalke-Neuzugang Ozan Kabak und Trainer David Wagner.

Der FC Schalke 04 hatte daraufhin erklärt, man werde „intern mit Kabak sprechen“ und sich von den Gesten distanziert.

Schalke-Profi verteidigt Entscheidung für Deutschland

Seine Entscheidung für das DFB-Team, deren Umstände der türkische Nationaltrainer Senol Günes kritisiert hatte, verteidigte der 22-jährige Serdar derweil. „Ich wollte niemanden verärgern oder vor den Kopf stoßen“, sagte Serdar: „Aber ich habe seit der U16 immer für Deutschland gespielt. Als Jogi angerufen hat, habe ich mich dann kurz mit meiner Familie besprochen und entschieden, hinzufahren.“

Mit dem türkischen Verband habe es lediglich „losen Kontakt“ gegeben. Günes hatte kritisiert, Serdar habe den Verband im Unklaren gelassen. „Ich war bei seinem Vater und bei Schalke-Spielen, nur für Suat“, hatte Günes erklärt und versichert: „Es wurde gesagt, dass Serdar nicht für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen werde.“

Serdar will sich auf den FC Schalke 04 konzentrieren

Damit, dass er in der Vorwoche sowohl beim 2:2 gegen Argentinien als auch beim 3:0 in Estland eingewechselt wurde, hatte Serdar nach eigener Auskunft „nicht gerechnet“. Auf die Frage, ob er glaube, wieder eingeladen zu werden, antwortete er: „Erstmal mache ich mir keine Hoffnungen, sondern konzentriere mich auf Schalke.“

Der Militärgruß ist auch bei Fußballern im Kreis Recklinghausen angekommen:Das bleibt nicht ohne Folgen

Ein Profispieler ist nach der Aktion mit der türkischen Nationalmannschaft bereits entlassen worden. 

dpa

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