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Schiri-Boss Lutz Michael Fröhlich hat Stellung bezogen.

Lutz Michael Fröhlich im Interview

Mit dieser Aussage stellt sich der Schiri-Boss des DFB auf die Seite der Schalke-Fans

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Zwei Elfmeter wurden dem FC Schalke im Spiel gegen die Bayern verwehrt. Der Oberschiedsrichter des DFB sieht das wenigstens in einem Fall ganz genauso. 

Die Reaktionen der Fans des FC Schalke 04 auf die Schiedsrichterleistung im Spiel gegen Bayern München reichten von Kopfschütteln über Buh-Rufe bis hin zu einer Strafanzeige: Ein Anhänger erstattete Anzeige wegen Betrugs gegen Schiedsrichter Marco Fritz und Videoassistenten Bastian Dankert. 

Zwei strittige Szenen bei Schalke - Bayern

Dabei ging es um zwei Szenen in dem Spiel, das mit einem 0:3 aus Schalker Sicht endete: 

  • In der 56. Minute köpfte Nastasic aufs Tor von Manuel Neuer, Bayern-Verteidiger Pavard bekam den Ball aus kurzer Distanz an den abgespreizten Arm. Dabei befand sich Pavard zugegebenermaßen gerade mit dem Rücken zu Nastasic und war beim Sprung in der Luft. 
  • In der 63. Minute trat Cailguri dann einen Freistoß: Bayerns Perisic stand außen an der Mauer, spreizte ebenfalls den Arm ab und fälschte den Ball so ins Toraus zur Ecke ab. 

Pfeife von Fritz bleibt beides Mal stumm

Zweimal blieb die Pfeife von Marco Fritz stumm. Jetzt hat der sportliche Leiter der Bundesliga-Schiedsrichter, Lutz Michael Fröhlich,in einem Interview auf dfb.de die strittigen Szenen noch einmal bewertet: Den ersten Fall sieht Fröhlich nicht als eindeutiges Handspiel an. "Einerseits ist der Arm dabei weit vom Körper abgespreizt. Andererseits stellt sich die Frage, ob die Arm- beziehungsweise Handbewegung den Körper bei diesem Bewegungsablauf wirklich unnatürlich vergrößert, zumal der rechte Arm des Spielers Pavard im Sprung noch durch den Spieler McKennie eingeklemmt ist", so Fröhlich. Man könne in diesem Fall beide Entscheidungen - Elfmeter oder nicht - vertreten. 

Die offenbar schwierige Regelauslegung hat die "WummsSportshow" auf ihre Art aufgegriffen: 

Fröhlich: "Das ist ein strafbares Handspiel"

Ganz anders sehe das in der zweiten Situation aus: Hier stellt sich Fröhlich klar auf die Seite der Kritiker. "Der Spieler Perisic springt links außen in der Mauer hoch und wehrt den Ball mit dem linken Arm ab", sagt Fröhlich. Dabei führe Perisic den Arm sogar von oben nach unten in die Flugbahn des Balles - wodurch die Körperfläche "unnatürlich vergrößert wird". Sein Fazit: "Das ist letztendlich ein strafbares Handspiel, welches in dieser Situation mit Strafstoß zu ahnden ist." 

Einzig: An der aktuellen Tabellensituation der Schalker (1 Punkt, 0:3 Tore) ändert sich auch nach der Stellungnahme von Fröhlich nichts... Gegen Hertha BSC steht Schalke wieder unter Druck. 

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