Schalke-Stürmer verletzt

Embolo und Uth droht das Aus in der Hinrunde

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Gelsenkirchen - Die nächste Hiobsbotschaft erreichte den FC Schalke 04 am Montagnachmittag. Breel Embolo droht dem FC Schalke 04 länger auszufallen. Beim bulligen Stürmer besteht der Verdacht des Mittelfußbruches. Deshalb reiste der 21-Jährige aus dem Trainingslager der Schweizer Nationalmannschaft ab, um sich am Dienstag weiteren Untersuchungen in Gelsenkirchen zu unterziehen.

Aus dem Kreis der Schweizer Nationalelf verlautete, dass Embolo mit einer sechswöchigen Pause rechnen müsse. Damit wäre die Bundesliga-Hinrunde für den Angreifer gelaufen. Eine Operation sei für Embolo jedoch nicht notwendig. Dennoch werden bei Embolo sofort Erinnerungen an seine erste schwere Verletzung aus dem Herbst 2016 wach. Damals foulte Augsburgs Konstantinos Stafylidis den Angreifer so schwer, dass er mit Knöchelbruch monatelang ausfiel. Damals wie heute war sein linkes Bein betroffen.

Auch Bentaleb nicht fit

Domenico Tedesco trug die schlechten Personalnachrichten mit Fassung. „Es wäre sehr bitter, wenn uns beide längerfristig ausfielen. Aber wir haben einen breiten Kader, der das kompensieren muss. Jammern hilft uns jetzt nicht weiter“, sagte der Schalker Trainer. Ebenfalls nicht zu seiner Nationalelf reisen wird Nabil Bentaleb. Der Mittelfeldspieler hat Rückenproblemen und sagte Algerien daher für das Länderspiel gegen Togo ab.

Doch auf Schalke kriselt es nicht nur personalmäßig. Auch die Ergebnisse stimmen nicht. Bei Christian Heidel hatte die 0:3-Niederlage in Frankfurt ihre Spuren hinterlassen. Fast fünf Minuten nach dem Schlusspfiff saß der 55-Jährige noch allein und recht apathisch auf der Betreuerbank der Commerzbank-Arena und starrte ins Leere. Schalke hatte in diesem Spiel für den Sportvorstand offenbar mehr als nur drei Punkte verloren. Das Vertrauen in das eigene Personal – vor allem in der Offensive – scheint auch bei Heidel mehr und mehr erschüttert.

Für diese Sichtweise gibt es eine Reihe von Fakten, die auch kein noch so erfahrener Medienprofi wie es der frühere Mainzer Manager ist, wegdiskutieren kann. Da steht an erster Stelle die fast schon lächerlich zu nennende Torquote. Acht Tore nach elf Bundesligaspielen sind die Bilanz eines Abstiegskandidaten. Auch in Frankfurt hatte Schalke nur zwei Torchancen. Die waren zwar hochkarätig, doch die fehlende Effektivität zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison.

Heidel scheint mit seiner Geduld an Grenzen zu stoßen. Auf Nachfrage, ob Schalke in der Winterpause auf dem Transfermarkt aktiv wird, sagte der Manager: „Wenn es so wäre, würde ich es nicht sagen. Wir müssen mit dieser Mannschaft in die Winterpause kommen und dann werden wir uns sicher schon vorher darüber unterhalten, ob wir noch etwas tun.“ Durch die drohenden Ausfälle von Embolo und Uth dürfte sich der Handlungsdruck erhöht haben. Für das Sturmzentrum stehen mit Guido Burgstaller, Franco Di Santo und Steven Skrzybski aktuell nur drei Akteure zur Verfügung, weil Cedric Teuchert auch noch verletzt ist.

Sieben Niederlagen

Mit Nicolas Pépé (OSC Lille) wurde bereits ein talentierter Stürmer mit Schalke in Verbindung gebracht. Doch ein Transfer scheint unrealistisch, weil der 23-Jährige bei zahlreichen Top-Vereinen Europas auf dem Zettel stehen soll und die Königsblauen in der Liga mehr und mehr zu einem königsgrauen Klub mutieren, dessen zarter Aufwärtstrend der vergangenen Wochen jäh gestoppt wurde.

Aktuell löst der Blick auf die Tabelle bei den Schalker Anhängern Entsetzen aus. Platz 14, nur einen Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz, neun Punkte entfernt von einem Europa-League-Platz und gar 17 nach nur elf Spieltagen auf Spitzenreiter Borussia Dortmund.

Dass Schalke bereits sieben Niederlagen kassiert hat, so viele wie in der gesamten vergangenen Saison, ist ein weiteres Alarmsignal. Trainer Domenico Tedesco wirkte ein bisschen ohnmächtig und ernüchtert, als er einräumen musste: „Die zweite Halbzeit in Frankfurt war nix“.

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