FC Schalke 04

Tedesco hat vier Sorgenkinder im Kader

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GELSENKIRCHEN - Mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (Sa. 18.30 Uhr) beginnen für Schalke richtungweisende Wochen. Trainer Domenico Tedesco grübelt über die Verfassung von vier Sorgenkindern in seinem Kader.

Denn eine Ursache für Schalkes bisher schwache Bundesligasaison liegt darin begründet, dass vermeintliche Leistungsträger sportlich nicht mehr oder noch nicht funktionieren. Zum Sorgenquartett des Schalker Trainers gehören:

Amine Harit: In der vergangenen Spielzeit wurde der Marokkaner noch zum „Aufsteiger der Saison“ gewählt. Seine Schnelligkeit und Dynamik waren eine wirksame Waffe des Schalker Spiels. Doch davon ist in der laufenden Saison kaum noch etwas zu sehen.

Harit scheint sich selbst ein bisschen zu blockieren. Oft will er mit dem Kopf durch die Wand und verzettelt sich in Einzelaktionen. Der 21-Jährige kam in dieser Bundesligasaison bisher nur auf 432 Einsatzminuten. Trainer Tedesco verteidigt den jungen Stürmer gegen kritische Stimmen: „Amine hatte eine harte Phase und war zwischendurch auch verletzt. Er braucht gewisse Freiräume, die wir ihm geben“.

Daniel Caligiuri: Kaum zu glauben, doch beim rechten Außenbahnspieler steht nach elf Spieltagen in der Bundesliga immer noch die Null. Kein Tor und kein Assist lautet die ernüchternde Bilanz des 30-Jährigen, der in der vergangenen Saison noch auf sechs Tore und zehn Torvorbereitungen kam.

Flanken fehlt die Präzision

Am Einsatzwillen liegt es gewiss nicht, dass Caligiuri zahlenmäßig dermaßen absackte. Fast in jeder Partie gehört der 30-Jährige zu den laufstärksten und engagiertesten Schalker Spielern. Doch auffällig bleibt, dass seine Flanken und Pässe längst nicht mehr die Präzision haben wie in der vergangenen Saison. Caligiuri lässt sich dadurch jedoch nicht entmutigen. „Jeder muss Tag für Tag hart an sich arbeiten. Dann kommt auch der Erfolg zurück“, betont der offensive Verteidiger immer wieder.

Alessandro Schöpf: Das Markenzeichen des österreichischen Nationalspielers ist seine Flexibilität, doch die trat im bisherigen Saisonverlauf kaum in Erscheinung. In der Defensive wirkte Schöpf in vielen Partien zu unentschlossen, in der Offensive fehlte ihm die Durchschlagskraft.

"Ein bisschen wenig"

Auch in der österreichischen Nationalmannschaft läuft es für den 24-Jährigen momentan nicht nach Wunsch. „Im Großen und Ganzen war es von mir auch ein bisschen wenig, was die Offensivaktionen angeht“, musste Schöpf selbstkritisch nach dem 0:0 gegen Bosnien-Herzegowina einräumen. Das gilt auch für seine Schalke-Spiele. Hier hatte Schöpf bisher nur ein persönliches Highlight: Das 1:0 per Kopf im Heimspiel gegen Mainz.

Omar Mascarell: Auch wenn der Spanier durch eine Verletzung in der Vorbereitungsphase zurückgeworfen wurde, hatte man von ihm doch mehr erwartet. Doch der Mittelfeldspieler beschränkte sich in den meisten Begegnungen darauf, als Ballverteiler mit Sicherheitspässen aufzuwarten, anstatt dem Schalker Spiel gerade in der Mittelzentrale mehr Struktur zu verleihen. Auch beim Freundschaftsspiel in St. Petersburg kam der 25-Jährige nicht über eine Mitläuferrolle hinaus. Eine Empfehlung für weitere Bundesligaeinsätze war seine Leistung in St. Petersburg nicht. Bisher konnte Mascarell nur in den Spielen in Moskau und in Düsseldorf überzeugen. Das ist für einen Spieler mit seinem Potenzial zu wenig.

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