Die deutliche Niederlage gegen Stuttgart könnte für Schalke-Trainer Christian Gross das Aus bedeuten.
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Die deutliche Niederlage gegen Stuttgart könnte für Schalke-Trainer Christian Gross das Aus bedeuten.

23. Spieltag

Schalke blamiert sich in Stuttgart und taumelt dem Abstieg entgegen

Inmitten erneuter Unruhe rückt der Abstieg des FC Schalke 04 aus der Fußball-Bundesliga immer näher. Wenige Stunden nach dem Dementi einer angeblichen Spieler-Revolte gegen Trainer Christian Gross verlor der einstige Champions-League-Dauergast am Samstag beim VfB Stuttgart mit 1:5 (1:3).

Dass keine Ruhe einkehren konnte, war schon vor dem Anpfiff klar. Ein Clubsprecher wies Medienberichte vehement zurück, wonach Schalker Führungsspieler einen erneuten Trainerwechsel gefordert haben sollen. Der Schweizer Gross ist bereits der vierte Schalke-Trainer in dieser Saison - eine Besserung aber deutet sich nicht an, auch wenn sich die Gäste in der zweiten Halbzeit wehrten. Der abgeschlagene Tabellenletzte ist jedoch schon wieder acht Spiele ohne einen Erfolg. Der VfB, selbst mit einem Machtkampf und einer Datenaffäre belastet, kann dagegen sogar auf die Europa-League-Plätze schielen und zunehmend für eine weitere Saison in der ersten Liga planen.

Anders die Gäste: Schalkes Teammanager Sascha Riether sah sich in der Spielvorbereitung gestört. «Da wird von Revolution gesprochen, und Revolution war da überhaupt nicht», sagte der Lizenzspielerchef bei Sky. Sport1, die Funke-Mediengruppe und Sky hatten berichtet, dass sich Spieler über die Arbeit von Gross beschwert haben sollen und bei Sportchef Jochen Schneider dessen Ablösung gefordert haben sollen. Dies habe Schneider aber abgelehnt.

Zwei Ecken bringen die VfB-Führung gegen Schalke

Mit verschränkten Armen aus seiner Coachingzone sah der frühere VfB-Trainer Gross, wie Amine Harit für seine arg von Verletzungen gebeutelte Elf die erste große Chance vergab (5.). Doch dann nahm die 16. Saisonniederlage ihren Lauf. Die ersten Bundesliga-Tore des Japaners Endo passten ins Bild der Schalker Saison (10./26.). Völlig freistehend nutzte der defensive Mittelfeldspieler nach einer Ecke von der rechten Seite des formstarken Borna Sosa die eklatante Standardschwäche der Gäste. Beim 2:0 übernahm Kapitän Gonzalo Castro den Eckball von der linken Seite, wieder rutschte der Ball zu Endo durch, wieder war er ungedeckt - und ließ Ersatztorhüter Michael Langer keine Chance. Per Videobeweis wurde noch überprüft, ob es eine Abseitsstellung gab, der Treffer zählte aber.

Und der VfB legte bei seiner zwischenzeitlichen Dominanz noch nach: Stürmer Kalajdzic nutzte seine Kopfballstärke und sein Verständnis mit Flankengeber Sosa - wieder war eine Ecke der Ausgangspunkt (34.). Sogar eine noch deutlichere Führung wäre möglich gewesen. Die Stuttgarter hatten sich zwischenzeitlich noch beschwert, dass es keinen Elfmeter gab, als Silas Wamangituka an der Torauslinie zu Fall kam.

S04 auch vom Punkt erfolglos: Bentaleb verschießt

Kolasinac sorgte dafür, dass die Schalker nicht komplett hoffnungslos in die Kabine gehen mussten (40.). Und die Gäste waren in der zweiten Hälfte um den Anschlusstreffer bemüht. Suat Serdar scheiterte am VfB-Keeper Kobel (67.) - ebenso wie der eingewechselte Bentaleb mit seinem unplatzierten Elfmeter. Als Endo und Kempf Harit zu Fall brachten, hatten die Schalker die Chance, es spannend zu machen, doch sie ließen auch den zweiten Elfmeter in dieser Bundesliga-Saison aus (72.). Kobel musste auch gegen Alessandro Schöpf retten (82.), ehe Klement (88.) und Didavi (90.+2) alles klar machten.

Der BVB gewinnt gegen einen Konkurrenten von Schalke im Abstiegskampf: Gegen Bielefeld fahren die Dortmunder den dritten Sieg in Folge ein.

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