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Ratlos: Daniel Caligiuri symbolisiert den Schalker Auftritt gegen Bayer Leverkusen.

Schalkes Rechtsaußen

Wer ersetzt Daniel Caligiuri?

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GELSENKIRCHEN - Daniel Caligiuri muss auf der rechten Außenbahn ersetzt werden, weil er im Bundesligaspiel beim FC Bayern München seine fünfte Gelbe Karte sah. Notgedrungen muss sich Schalke-Trainer Domenico Tedesco gegen den SC Freiburg auf einer Position Gedanken machen, wo es bisher noch nie nötig war.

Bisher kam Caligiuri in dieser Saison in jedem Bundesligaspiel für die Königsblauen zum Einsatz. Er war auf der rechten Außenbahn quasi konkurrenzlos und fungierte auch schon als Mannschaftskapitän. In der vergangenen Saison hatte es der 31-Jährige tatsächlich geschafft, ohne Sperre über die Runden zu kommen, obwohl er bereits am 19. Spieltag in Leipzig seine vierte Gelbe Karte gesehen hatte. Diesmal klappte das nicht.

Kein "logischer" Ersatz vorhanden

Das ist für Schalke besonders bitter. Einerseits war Caligiuri gegen seine Ex-Klubs immer recht treffsicher. So erzielte er gegen die Breisgauer im Schalke-Trikot bislang schon vier Treffer. Andererseits hat Tedesco auf dieser Position keinen „logischen“ Ersatz für den 31-Jährigen, weil für Alessandro Schöpf wegen einer schweren Knieverletzung die Saison bereits gelaufen ist. Deshalb muss sich der Schalker Trainer intensiv Gedanken machen, wer als Caligiuri-Ersatz am Samstag aufläuft. Tedesco: „Ich habe mehrere Ideen im Kopf“. Drei Alternativen scheinen möglich.

Variante 1:

Schalkes Vielzweckwaffe Weston McKennie rückt auf die rechte Außenbahn. Dorthin positionierte ihn Tedesco während des gesamten Trainingsspiels am Mittwoch. Bei der Pressekonferenz am Donnerstag wollte der Schalker Coach diesen Plan aber nicht bestätigen. „Weston hat nur dort gespielt, weil er einen Handschuh verloren hat“, scherzte Tedesco. Dem US-Boy wäre die neue Aufgabe aber durchaus zuzutrauen, weil er aggressiv in die Zweikämpfe geht. In dieser Spielzeit hat McKennie für Schalke schon im Mittelfeld auf mehreren Positionen offensiv wie defensiv agiert, aber auch im Angriff als zweite Spitze.

Sascha Riether wäre zwar auch noch eine theoretische Option, den Ausfall von Caligiuri zu kompensieren, doch der Routinier gilt nur als Standby-Profi und stand in dieser Bundesligasaison nur einmal im Kader der Blau-Weißen.

Variante 2:

Tedesco könnte gegen die Freiburger auf eine Dreierkette mit drei Innenverteidigern umstellen. Dies wären dann der wieder einsatzfähige Matija Nastasic, der seine Wadenprobleme überwunden hat. Dauerbrenner Salif Sané, der noch keine Bundesligaminute in dieser Spielzeit für Schalke versäumt hat. Und schließlich Neuzugang Jeffrey Bruma, der bei seiner Vorstellung betonte: „Ich spiele da, wo ich der Mannschaft helfen kann“. Der Nachteil dieses Plans bestünde darin, dass die Königsblauen dann keinen gelernten Innenverteidiger mehr auf der Ersatzbank hätten, sollte sich ein Spieler aus diesem Trio verletzen.

Variante 3:

Dies erscheint als die unwahrscheinlichste Möglichkeit, wurde aber vom Schalker Trainer am Donnerstag ebenfalls ins Spiel gebracht: Bastian Oczipka rückt von der linken auf die rechte Abwehrseite und auf seiner Stammposition würde Hamza Mendyl verteidigen. Dagegen spricht, dass Mendyl zuletzt im Training mehr in der Offensive auf der linken Seite zum Einsatz kam und über wenig Wettkampfpraxis verfügt. Noch hat Tedesco ein bisschen Zeit, die richtige Lösung zu finden. Die englische Woche mit den Spielen gegen Freiburg, Manchester City in der Champions League und in Mainz will Schalke unbedingt mit einem Sieg beginnen.

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