Sonnige Aussichten

Breel Embolo hat sich für die neue Saison viel vorgenommen

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GELSENKIRCHEN - Schalke-Trainer Domenico Tedesco hat ein Herz für seine Spieler: Die ursprünglich für 10.30 Uhr angesetzte Trainingseinheit am Donnerstagvormittag zog er um eine halbe Stunde nach vorne, um den Profis die Mittagshitze zu ersparen. Eine Stunde lang standen eher lockere Spielchen wie Fußballtennis oder Zielschießen auf dem Programm – dann war die Einheit für die älteren Spieler beendet, die jüngeren Profis blieben noch eine Weile länger auf dem Platz, flüchteten dann aber auch schnell unter die kühle Dusche.

Nicht ganz so eilig hatte es Breel Embolo. Der Schweizer Nationalspieler hatte genauso wie Neuzugang Salif Sané noch nicht am Mannschaftstraining teilgenommen – die beiden WM-Teilnehmer waren erst Anfang der Woche zum Kader gestoßen und hatten noch individuell trainiert. Am Freitag, so der Plan, steigen die beiden dann ins Mannschaftstraining ein. Die Rekord-Hitze macht Embolo offenbar nicht so viel aus. „Es ist doch gut, wenn in der Vorbereitung die Temperaturen so hoch sind“, sagt er. „Klar, es ist heiß, aber das hilft uns dabei, auf höchstem Niveau zu arbeiten. Außerdem bin ich froh, dass in Gelsenkirchen die Sonne scheint“, sagt er augenzwinkernd.

Sowieso steht sein Gefühlsbarometer derzeit auf „sonnig“. Zwar ist er mit seiner Schweizer Nationalmannschaft im WM-Achtelfinale gescheitert, die Erfahrung in Russland habe ihn aber weitergebracht. „Am Schluss war ein bisschen Pech dabei“, bilanziert er. „Insgesamt können wir stolz sein.“ Persönlich wichtiger dürfte aber die Geburt seines ersten Kindes gewesen sein: Tochter Naliya kam am 28. Juni, während der WM, zur Welt. „Es ist sehr schön, dass die Kleine jetzt da ist“, strahlt er. Sportlich will der Stürmer in dieser Saison durchstarten: Zum ersten Mal, seit er auf Schalke ist, steigt er verletzungsfrei in die Sommervorbereitung ein. Im vergangenen Jahr hatte er gerade erst seine schwere Waden- und Sprunggelenksverletzung auskuriert, die ihn fast ein Jahr lang außer Gefecht gesetzt hatte. Das sei jetzt abgehakt, sagt er. Trotzdem geht sein größter Wunsch für die neue Saison in diese Richtung: „Ich will vor allem gesund bleiben“, sagt er, und schiebt hinterher: „Und dann will ich natürlich als Stürmer möglichst viele Tore schießen.“

In der vergangenen Saison blieb der Schweizer dabei unter seinen Möglichkeiten: Nur drei Treffer gingen auf sein Konto – das dürfen in der neuen Saison ruhig ein paar mehr werden. Dazu muss Embolo aber auch eingesetzt werden – bei der starken Konkurrenz im Schalker Sturm dürfte das nicht ganz so einfach werden. Gegen Guido Burgstaller, Franco Di Santo und Yevhen Konoplyanka musste er sich schon in der vergangenen Saison um einen Platz in der Startelf durchsetzen – jetzt sind mit Steven Skrzybski und Mark Uth noch zwei Konkurrenten dazu gekommen. Vor allem von Uth zeigt sich Embolo nach seinen ersten Trainingseindrücken beeindruckt. „Mark ist im Strafraum ein brutaler Killer“, sagt der Schweizer. „Er zieht keine Schnörkel, sondern zieht ab. Vor dem Tor kennt er keinen Spaß.“ Allerdings sieht er den Konkurrenzkampf positiv – immerhin sei Schalke in drei Wettbewerben vertreten. „Wir haben sehr viel vor in dieser Saison“, sagt er. „Jede Qualität, die dazu stößt, ist gut fürs Team.“

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