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Wolfsburgs Mario Gomez (l.) und Schakes Naldo (r.) kämpfen im Kopfballduell um den Ball. S04 fing sich beim 1:1 der Bundesliga-Partie erst in der Nachspielzeit das Gegentor vom VfL Wolfsburg ein.

Später Schock für Schalke

Gegentor in der Nachspielzeit sorgt für Ernüchterung

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  • Frank Leszinski
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Gelsenkirchen - Max Meyer brauchte einige Zeit, bis er nach dem Schalker 1:1 (1:0) gegen den VfL Wolfsburg seine Gefühlswelt geordnet hatte. „Im ersten Moment war ich geschockt und frustriert, dass wir so ein Spiel nicht gewonnen haben. Aber wenn man die gesamte Partie betrachtet, ist das Remis nicht unverdient. Wir waren in der ersten Halbzeit besser, Wolfsburg in der zweiten.“

Dass die „Wölfe“ erst in der vierten Minute der Nachspielzeit durch Divock Origi zu ihrem sechsten (!) Bundesliga-Unentschieden in Folge kamen, löste unter dem Großteil der 60.429 Zuschauern Entsetzen aus. Zuvor hatten die Schalker Fans nicht nur vom vierten Pflichtspielsieg in Folge geträumt, sondern auch schon die Vorfreude genossen, dass der Rückstand auf den Erzrivalen Borussia Dortmund nur noch einen Zähler betragen hätte.

Eine Denkweise, die Christian Heidel fremd ist. Der S04-Manager war auch nicht sauer auf die eigene Mannschaft, sondern plädierte bei aller Enttäuschung über den Spielverlauf für eine nüchterne Betrachtungsweise: „Wir haben immer noch einige Dinge, die wir verbessern müssen. Das geht nur Schritt für Schritt. Das Wichtigste ist, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt. Wir sind nicht in einer Phase, wo wir ständig aufs Handy gucken, um zu sehen, auf welchem Tabellenplatz wir stehen.“

Domenico Tedesco lobt und tadelt

Für viel Diskussionsstoff sorgten die zwei Elfmeter, die Schiedsrichter Markus Schmidt jeweils nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten Marco Fritz verhängte. Den ersten nutzte Nabil Bentaleb (43.) zur Schalker Führung, nachdem Joshua Guilavogui den Schalker Thilo Kehrer auf den Boden gezogen hatte. Mario Gomez (60.) rutschte dagegen bei seinem Strafstoß aus, so dass der Ball über das Tor ging. „Beim Elfmeter habe ich den Fehler gemacht und mich zu sehr mit den schlechten Bodenverhältnissen beschäftigt. Ich habe noch versucht, den Platz mit meinen Schuhen glatt zu treten. Aber da war ja nicht mehr viel Rasen“, sagte der Mittelstürmer mit einem gequälten Lächeln.

Schalke hatte Glück, dass Schiedsrichter Schmidt nicht noch einen zweiten Elfmeter für Wolfsburg gab, weil Kehrer nach einer Flanke mit der Hand am Ball war. Trotz des enttäuschenden Ergebnisses lobte S04-Trainer Domenico Tedesco sein Team: „Wir haben mit die beste erste Halbzeit gespielt, seit dem ich auf Schalke bin.“ Dabei mussten die Gastgeber weiterhin auf den verletzten Leon Goretzka (muskuläre Probleme) verzichten, während Breel Embolo nur auf der Bank saß.

In dieser Personalie droht Konfliktpotenzial, denn Tedesco betonte: „Ich möchte kein Fass aufmachen, aber man hat im Pokalspiel in Wiesbaden bei Breel gesehen, dass er nach acht Minuten platt war.“

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