Sturmplanung

„Junge Wilde“ machen Druck

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GELSENKIRCHEN - Er spielte zwar nur 13 Minuten, doch bei seinem Kurzeinsatz im Pokalspiel in Schweinfurt hinterließ Cedric Teuchert einen guten Eindruck. „Er ist viel näher dran als zu Beginn seines Wechsels zum FC Schalke 04. Der Junge macht mir Freude“, lobte Sportvorstand Christian Heidel den 21-Jährigen, und auch Trainer Domenico Tedesco hielt sich nicht mit Komplimenten zurück. „Als Cedi reinkam, hatte er einige gute Aktionen“, so der 32-Jährige.

Teuchert wird solche Worte wohlwollend registriert haben. Er gehört zusammen mit Steven Skrzybski zu Schalkes „jungen Wilden“ im Angriff, die den etablierten Kräften wie Guido Burgstaller oder Breel Embolo Feuer machen sollen. Nimmt man noch Neuzugang Mark Uth und Franco Di Santo hinzu sowie die ebenfalls ganz vorn einsetzbaren Amine Harit und Yevhen Konoplyanka hat Tedesco in der Offensive die Qual der Wahl.

Dabei können Schalkes Angreifer davon ausgehen, dass jeder eine faire Chance im Konkurrenzkampf erhält. „Bei mir ist kein Spieler gesetzt“, hat Tedesco unlängst noch einmal betont. Und so hat er bisher auch immer gehandelt. Der 32-Jährige entscheidet von Spiel zu Spiel, wer in der Anfangsformation steht.

In Schweinfurt waren es in vorderster Front Guido Burgstaller und Mark Uth. Doch beim Bundesligaauftakt in Wolfsburg könnte das schon wieder anders aussehen. „Wir haben sehr viele Alternativen. Der Trainer hat in der Vorbereitung einige Systeme ausprobiert“, sagte Mark Uth, der sich vorstellen kann, nicht nur in der Spitze, sondern auch auf der rechten Seite zu spielen.

Cedric Teuchert formuliert seine Ziele zurückhaltend: „Ich möchte so viel wie möglich spielen und der Mannschaft mit Toren helfen. Das Team steht im Vordergrund. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, dafür arbeiten wir hart.“

Vier Bundesligaspiele und drei Partien im DFB-Pokal hat er für die Königsblauen nach seinem Winterwechsel vom 1. FC Nürnberg zum FC Schalke 04 in der Rückrunde bereits absolviert. Diese Einsatzbilanz will der junge Mann mit der Nummer 23 auf dem Rücken in den nächsten Monaten kräftig steigern. Und auch mit dem ersten Pflichtspieltor soll es nicht mehr lange für Teuchert dauern.

Auch Neuzugang Steven Skrzybski hat sich viel vorgenommen. Er sieht sich selbst seit „zwei, drei Jahren so richtig im Fußball angekommen.“ In der vergangenen Saison erzielte er in 29 Zweitliga-Partien 14 Treffer und bereitete fünf Tore für Union Berlin vor – eine bärenstarke Quote.

Auf Schalke wird sich der 70 Kilogramm leichte Wirbelwind gedulden und sich erst seinen Status erarbeiten müssen. Skrzybski setzt sich nicht unter Druck: „Ich möchte möglichst viel Spielzeit bekommen und hoffe, dass für mich hier alles positiv wird.“ In Schweinfurt kam der Stürmer, der seit frühester Kindheit Schalke-Fan ist, noch nicht zum Einsatz.

Geis ist freigestellt

Neuzugang Hamza Mendyl trainierte am Montagvormittag das erste Mal mit seinen neuen Schalker Mannschaftskameraden. Der 20-Jährige wurde von den Königsblauen lange Zeit gescoutet, ehe der Wechsel zustande kam. „Wir wollen keine Schnellschüsse. Dass er nicht bei der WM gespielt hat, war für uns sicherlich nicht so verkehrt“, hatte Trainer Domenico Tedesco nach dem Pokalerfolg in Schweinfurt gesagt.

Am Dienstag wird um 10.30 Uhr (auf dem Platz) und 15 Uhr (nicht auf dem Platz) trainiert.

Für den Bundesligastart in Wolfsburg ist der Marokkaner wohl noch kein Thema. Das trifft schon eher auf Omar Mascarell zu. Der Mittelfeldspieler kehrte nach seinem Muskelfaserriss ins Mannschaftstraining zurück. Yevhen Konoplyanka, der ebenfalls wegen eines Muskelfaserrisses pausieren musste, trainierte individuell ebenso wie Sascha Riether (Sehnenreizung). Geschont wurden Torhüter Ralf Fährmann und Stürmer Franco Di Santo. Auf Twitter erklärte Schalke, dass Mittelfeldspieler Johannes Geis zur „Klärung persönlicher Dinge“ freigestellt wurde.

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