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Am 22. April 2018 absolvierte Linksverteidiger Bastian Oczipka (r.), hier im Duell mit dem Kölner Marcel Risse, eines seiner letzten Bundesligaspiele in der Startformation des FC Schalke 04.

Tedesco hat zwei Joker

Statistik spricht klar für Schalke

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Gelsenkirchen - Legt man die Statistik zugrunde, so muss sich der FC Schalke 04 vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg keine Sorgen machen. Noch nie seit der Eröffnung der Schalke-Arena im Jahr 2001 haben die Franken dort ein Spiel gewonnen.

Neun Siege und drei Unentschieden feierten die Königsblauen zuletzt gegen Nürnberg. Eine Erfolgsserie, die am Samstag (18.30 Uhr/Sky) unbedingt fortgesetzt werden soll, damit Schalke nicht zum Dauergast in der Abstiegszone mutiert.

Auf den Ernst der Lage in der Bundesliga brauche er seine Spieler nicht hinzuweisen, versicherte gestern Trainer Domenico Tedesco. „Alle sind hoch konzentriert und machen sich mit Vorschlägen permanent Gedanken, was wir besser machen können“, so der 33-Jährige.

Trotz des völlig unbefriedigenden Saisonverlaufs in der Bundesliga ist es im Umfeld des Klubs ruhig geblieben. Zwar gab es zuletzt bei der 0:3-Niederlage in Frankfurt erste Unmutsäußerungen der Fans, doch diese blieben bisher eine Momentaufnahme. Bei der Mitgliederversammlung des Schalker Fan-Klub-Verbandes am vergangenen Wochenende gab es nicht eine kritische Wortmeldung zum Auftreten in der Bundesliga. Dennoch räumt Christian Heidel ein, „dass das 0:3 in Frankfurt ein Stimmungsdämpfer war“. Deshalb, so der Schalker Sportvorstand, zählen gegen den FCN nur drei Punkte. „Für uns gibt es nur noch wichtige Spiele. Und der Druck wird bis zum Saisonende bleiben“, so der 55-Jährige.

Problemseite

Trainer Domenico Tedesco könnte in diesem so wichtigen Heimspiel zwei Spielern das Vertrauen schenken, die in dieser Saison aus unterschiedlichen Gründen noch keine Rolle spielten. Vielleicht werden sie seine Joker, um sich sportlich zu stabilisieren. Da ist zum einen der Langzeitverletzte Bastian Oczipka, der nach seinem Comeback bei Zenit St. Petersburg am Donnerstag vom Schalker Trainer in den höchsten Tönen gelobt wurde. „Ich war überrascht, wie schnell Basti sich ohne Saisonvorbereitung eingefügt hat. Er ist ein Kandidat für die Startelf“, so der 33-Jährige.

Gerade auf der linken Abwehrseite hatten die Königsblauen zuletzt Probleme. Abdul Rahman Baba konnte nicht überzeugen, Hamza Mendyl war verletzt und ist in dieser Woche erst ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, und Alessandro Schöpf steckt im Formtief und musste zuletzt auch bei der österreichischen Nationalelf nur auf der Bank Platz nehmen.

Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Breel Embolo und Mark Uth könnte Tedesco im Angriff dem jungen Steven Skrzybski vertrauen. Auch bei ihm geizte der Schalker Trainer nicht mit Lob. „Er hat seine Sache bei Zenit St. Petersburg sehr gut gemacht und wartet auf seine Chance“, sagte Tedesco, der ansonsten nur noch auf Cedric Teuchert (Sehnenverletzung) verzichten muss.

Hoffnung bei McKennie

Die Personallage ist also längst nicht so angespannt, wie noch vor wenigen Tagen befürchtet. Abgesehen von Uth und Embolo besteht „bei allen Spielern im Moment die Chance, dass wir sie bis Samstag fit bekommen“, sagte Sportdirektor Axel Schuster, der Weston McKennie hervorhob.

Der US-Boy war mit Oberschenkelproblemen von seinem Nationalteam zurückgekehrt. Schuster: „Es ist zum Glück nicht so eine große Verletzung, wie alle vermutet haben.“ Doch wer auch immer aufläuft: Schalke braucht drei Punkte, damit aus dem Stimmungsdämpfer keine Depression wird.

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