Versammlung

Schalker Fan-Club-Verband setzt kräftig den Rotstift an

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Gelsenkirchen - Das war rekordverdächtig: Nur 48 Minuten dauerte am Sonntagmittag die Jahreshauptversammlung des Schalker Fan-Club-Verbandes (SFCV).

Dabei war es nicht so, als würde das Treffen der Anhänger kein Interesse wecken. Im Gegenteil, im Raum „Tibulsky“ in der Veltins-Arena, wo die Versammlung stattfand, mussten zusätzliche Stühle herbeigeschafft werden. 197 Fan-Clubs mit 318 Mitgliedern waren vor Ort, um die Zwölf-Punkte-Tagesordnung abzuarbeiten.

Die interessantesten Informationen kamen dabei von Martina Wetzler. Die Vorsitzende des neu ins Leben gerufenen Finanzausschusses präsentierte Zahlen über die königsblaue Fan-Organisation, die in ihrer Dimension verblüfften. „Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Personalkosten um 67 Prozent gesenkt“, sagte Wetzler. Nach Informationen dieser Zeitung betrugen die Personalkosten für diesen Zeitraum satte 500.000 Euro.

Damals gab es bis zu zwölf hauptamtliche Kräfte, die für den SFCV arbeiteten. Das war offenbar zu viel des Guten, sodass der Verband vor einigen Jahren in eine finanzielle Schieflage geriet, die auch Gerichte beschäftigten und in einigen Fällen immer noch nicht abgeschlossen sind. Und heute? Sind es nur noch drei Personen, die hauptamtlich für den SFCV arbeiten, sodass die Personalkosten auf rund 100.000 Euro gesenkt werden konnten. Der seit knapp zwei Jahren im Amt befindliche neue Vorstand mit vier Personen arbeitet ehrenamtlich. Der SFCV hat also kräftig den Rotstift angesetzt.

Clubheim als „Glücksfall“

„Wenn wir nicht eine Abfindung für ein ehemaliges Vorstandsmitglied hätten bezahlen müssen, wäre die Senkung der Personalkosten noch deutlicher ausgefallen“, sagte Wetzler. Die Vorwürfe der „Mauschelei“ und finanziellen Intransparenz, die in den vergangenen Jahren gegenüber dem SFCV einige Male erhoben wurden, scheinen mittlerweile der Vergangenheit anzugehören. Es gab während der Versammlung nur eine kritische Nachfrage, die jedoch glaubhaft entkräftet werden konnte. „Wir arbeiten seriös“, betonte SFCV-Vorstandsmitglied Heiner Tümmers gleich zu Beginn der Versammlung.

Als „Glücksfall“ bezeichnete Vorstandsmitglied Marion Heim die Übernahme des Clubheims auf dem Parkplatz 7 auf dem Schalker Vereinsgelände durch den SFCV. Dadurch kann der Verband bis zum Jahresende für 2018 mit Einnahmen von rund 110.000 Euro kalkulieren.

Der Ende des Jahres auslaufende Kooperationsvertrag mit Schalke 04 wird verlängert. Heim: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Auf breite Zustimmung traf bei den Mitgliedern die zur Abstimmung gestellte Satzungsänderung. Zukünftig wird die Mitgliederversammlung in der ersten Hälfte eines Jahres stattfinden. Fazit: Der SFCV hat seine Krise überwunden und blickt optimistisch nach vorn.

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