Bochum setzt Serie in Düsseldorf fort

Eisfeld und Kruse begeistern die VfL-Fans beim 2:1

DÜSSELDORF - Fußball-Zweitligist VfL Bochum ist im Kampf um den Klassenerhalt fast am Ziel. Bei Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf feierten die Blauweißen vor 35.600 Zuschauern mit 2:1 (0:0) ihren dritten Sieg in Serie und haben nun 40 Punkte auf dem Konto.

"Diese Anzahl wird nicht reichen, aber damit sind wir schon ziemlich nah am Ziel", sagte VfL-Mittelfeldspieler Anthony Losilla, der über den Coup strahlte: "Wir haben erneut gefightet und uns die drei Zähler erkämpft. Das tut richtig gut."

Kurzfristige Änderung in der Startelf

Dabei hatte VfL-Coach Robin Dutt unmittelbar vor Spielbeginn seine Startelf noch verändern müssen: Stefano Celozzi verletzte sich beim Aufwärmen am Oberschenkel, für ihn rückte Patrick Fabian ins Team, der am Freitag seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bis zum 30. Juni 2019 verlängert hatte.

Nachdem sich beide Teams im ersten Durchgang neutralisiert hatten, brannte die Fortuna mit Wederbeginn ein Feuerwerk ab, Bochum schwamm und hatte Glück, dass Rouwen Hennings nur den Außenpfosten (52.) und Kaan Ayhan die Latte (56.) trafen. "In dieser Phase hatten wir Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind", räumte Dutt ein.

Eisfeld erzielt Traumtor

Ab der 60. Minute kam seine Mannschaft zurück ins Spiel - und wie: Der erst kurz zuvor eingewechselte Thomas Eisfeld brachte Bochum mit einem Traumtor in Führung (70.), fünf Minuten später kannte der Jubel unter den 4.000 VfL-Fans keine Grenzen mehr, als Robbie Kruse auf 2:0erhöhte.

"Wir haben in den richtigen Momenten unsere Tore gemacht", sagte VfL-Keeper Manuel Riemann. "Wir brauchen noch drei Punkte, dann müsste es zum Klassenerhalt reichen."

Turbulente Schlussphase

Auch in Düsseldorf war der VfL nach der vermeintlichen Vorentscheidung noch nicht ganz am Ziel. Durch einen Foulelfmeter verkürzte Hennings in der 80. Minute auf 1:2. Danach drängten die Gastgeber auf den Ausgleich. Turbulent wurde es zudem, als sich Eisfeld und Ayhan in der 88. Minute gleichzeitig per Ampelkarte aus der Partie meckerten.

Der VfL behielt die Nerven, überstand auch noch die fast fünfminütige Nachspielzeit, brachte den Dreier ins Ziel und ist damit nun sogar seit insgesamt sechs Spielen ungeschlagen.

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