Fragen und Antworten

Abstiegskampf: Bochum schaut der 3. Liga ins Auge

Bochum - Zwei Heimpleiten hintereinander, nur noch ein Punkt Vorsprung vor Relegationsrang 16, ein komplett zerstrittener Verein: Fußball-Zweitligist VfL Bochum schwebt in höchster Abstiegsgefahr. Wir beleuchten die Lage beim VfL.

Dass die Abstiegsgefahr konkret ist, räumten gegenüber dieser Redaktion nun auch Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Peter Villis und Sportvorstand Christian Hochstätter ein, die das drohende Unheil wochenlang nicht sehen wollten. Das ist eine Ursache für die Krise, die in der sportlichen Katastrophe enden könnte: dem Abstieg in die 3. Liga.

Wie kam es zur Krise beim selbst ernannten Aufstiegsanwärter?Fehleinkäufe, Fehleinschätzung der Kaderqualität, selbst entfachte Krisenherde, drei Trainer seit Juni, Selbstüberschätzung - Punkte, die Manager Christian Hochstätter zu verantworten hat. Der Großteil des Aufsichtsrats hat als Aufsichtsorgan ebenfalls versagt. Anzulasten sind Entfremdung von den Fans, Verkennen der Realitäten.

Wie stellt sich der Ist-Zustand dar?In Patrick Fabian hat der VfL nur noch einen Mentalitätsspieler. Der Rest macht Dienst nach Vorschrift oder läuft nur mit. Der Kader ist weder gerüstet noch auf Abstiegskampf vorbereitet. Zudem hat der VfL erst 18 Tore erzielt. Nur Schlusslicht Kaiserslautern traf seltener. Trainer Jens Rasiejewski räumte ein: "Die Dinge, die wir im Moment auf dem Rasen machen, reichen nicht, um Spiele zu gewinnen."

Chaos auf allen Ebenen

Hinzu kommt Chaos auf allen Ebenen. Das prangerte Fabian nach dem 0:1 gegen Bielefeld an: "Wenn wir als Gesamtverein weiter so auftreten, wird es schwer. So ein Theater habe ich noch nicht erlebt. Das kann man als Spieler nicht ausblenden. Wir haben 23 Punkte und brauchen noch mindestens 17. Wenn wir uns gegenseitig auseinanderdividieren, haben wir keine Chance."

Wie sehen die Perspektiven aus?Im Transfermarkt-Schlussverkauf Qualität zu finden, ist unrealistisch. Der jetzige Kader muss versuchen, den Abstiegskampf zu bestehen. Der Aufsichtsrat hat nach wie vor volles Vertrauen in Hochstätter, der Manager selbst schließt einen Rücktritt aus. Ein Pulverfass, das explodiert, wenn der VfL nicht bald die Wende schafft. Bei einem Abstieg würden unter anderem neun Millionen Euro an TV-Geldern wegbrechen.

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