Kopfhörer Bluetooth in den Händen eines Menschen
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Bluetooth-Kopfhörer werden immer beliebter, doch Stiftung Warentest rät bei einigen Modellen vom Kauf ab.

Stiftung Warentest warnt

Krebs-Gefahr durch Bluetooth-Kopfhörer: Test mit alarmierenden Ergebnissen

Krebs-Gefahr: Bluetooth-Kopfhörer haben bei Stiftung Warentest für Aufsehen gesorgt.

  • Stiftung Warentest* untersucht Bluetooth-Kopfhörer
  • Experten von Stiftung Warentest finden Gravierendes in den Kopfhörern
  • Krebs-Gefahr! Auch teure Produkte fallen im Test durch

Kassel - Besonders bei jungen Menschen sind sie sehr beliebt: Kabellose Kopfhörer mit Bluetooth-Verbindung. Sie verbinden sich per Funk drahtlos mit jeder geeigneten Quelle, egal ob Smartphone, Tablet, Fernseher, Notebook oder HiFi-Anlage – es muss nur eine Bluetooth-Verbindung vorhanden sein.

Stiftung Warentest hat einige Bluetooth-Kopfhörer unter die Lupe genommen und gefährliche Schadstoffe in den Ohrpolstern der Kopfhörer entdeckt, die laut Experten sogar krebserregend sein können.

Test von Bluetooth-Kopfhörer: Produkt im Angebot von Aldi überzeugt nur auf den ersten Blick

Für knapp 60 Euro gibt es aktuell einen Bluetooth-Kopf­hörer von JBL im Sortiment von Aldi*. Das Angebot scheint auf den ersten Blick gut, auch der Preis scheint nicht schlecht. Trotzdem rät die Stiftung Warentest vom Kauf ab: Bei einem Test haben Experten einen Schadstoff in den Ohrpols­tern des Bluetooth-Kopfhörers gefunden, der sehr gesundheitsschädlich sein und Krebs auslösen kann.

Im großen Kopfhörervergleich der Stiftung Warentest machte das Modell von JBL in den klassischen Disziplinen erstmal einen guten Eindruck: Die Kopfhörer überzeugten die Experten von Stiftung Warentest im Hörtest und bei der Akku­lauf­zeit. Auch beim Trage­komfort schnitt der Bluetooth-Kopfhörer gut ab. Doch im weiteren Test fanden sich in den Ohrpols­tern des Bluetooth-Kopfhörers sehr große Mengen eines Schadstoffes, der Krebs auslösen kann.

Krebs-Gefahr! Bluetooth-Kopfhörern im Test: Große Mengen Schadstoff in Kopfhörer entdeckt

In einigen Produkten, unter anderem in den Bluetooth-Kopfhörern von JBL, wurde bei einem Test eine große Menge des poly­zyklischen aromatischen Kohlen­wasser­stoffs (PAK) nachgewiesen. Laut Angaben von Stiftung Warentest wurde für diesen Schadstoff in Tier­versuchen eine erbgutver­ändernde Wirkung nachgewiesen.

Bluetooth-Kopfhörer werden immer beliebter, doch Stiftung Warentest rät bei einigen Modellen vom Kauf ab.

Poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK) können laut Stiftung Warentest fast über­all vorkommen, etwa in Lebens­mitteln, Kosmetik oder Spielzeug. Da einige PAK gesund­heits­schädlich sind und sogar Krebs erzeugen können, sollte die täglich aufgenom­mene Menge möglichst nied­rig sein, führen die Tester von Stiftung Warentest an. Kommt ein PAK-haltiger Stoff länger mit menschlicher Haut in Berührung, werden die Schadstoffe laut Stiftung Warentest in der Regel vom Körper aufgenommen.

Test von Stiftung Warentest enthüllt Krebs-Gefahr: 152 Bluetooth-Kopfhörer in Test-Datenbank

Der Kopfhörertest der Stiftung Warentest bietet Test­ergeb­nisse für insgesamt 152 Bluetooth-Kopf­hörer. Die am besten getesteten Geräte sind wesentlich teurer als der JBL-Kopfhörer von Aldi. Auch um 100 Euro gibt es Modelle ohne Schad­stoffe im Handel.

Doch auch teure Produkte haben im Kopfhörer-Test der Stiftung Warentest nicht gut abgeschnitten. Bei Bluetooth-Kopfhörern der Marke Philips wurden ebenfalls Schadstoffe nachgewiesen. Die Verlierer im Kopfhörer-Test im Überblick:

JBL LIVE400BTMitt­lerer Onlinepreis: 87,50 EuroMangelhaft getestet wegen Schadstoffen
Philips TAPH805BK/00Mitt­lerer Onlinepreis: 152,00 EuroMangelhaft getestet wegen Schadstoffen
Philips TAPH802 BK/00Mitt­lerer Onlinepreis: 120,00 EuroMangelhaft getestet wegen Schadstoffen

Besserer Sound durch intelligente Kopfhörer?

Test für Bluetooth-Kopfhörer: Kriterien von Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest bewertet Bluetooth-Kopfhörer nach verschiedenen Kriterien. Der Ton der Kopfhörer hat beim Test mit 55 Prozent die meiste Gewichtung, hierbei achten die Experten besonders auf die Qualität des Klangs, die Dynamik, das Volumen und die Verzerrungs­freiheit beim Zuspiel über Bluetooth.

Unter den Punkten Trage­komfort und Hand­habung, welche 25 Prozent der Wertung ausmachen, untersuchen die Tester unter anderem die Gebrauchs­information der verschiedenen Kopfhörer im Test. Weitere Test-Rubriken sind Bluetooth (10 Prozent), Stör­einflüsse (5 Prozent) und Halt­barkeit (5 Prozent).

Test für Bluetooth-Kopfhörer: Das sind die aktuellen Testsieger der Stiftung Warentest

Im letzten aktuellen Test der Stiftung Warentest haben die Experten sieben Bügelkopfhörer mit Bluetooth-Funktion unter die Lupe genommen. Einige gehen mit einem erhöhtem Krebs-Risiko einher. Das Ergebnis zeigt - wer den Testsieger will, muss Geld ausgeben:

  • Sennheiser Momentum Wireless (3. Generation), Mitt­lerer Onlinepreis 385,00 Euro Euro, Testergebnis Gut
  • Bose Bose Noise Cancelling Headphones 700, Mitt­lerer Onlinepreis 335,00 Euro, Testergebnis Gut
  • Bowers & Wilkins PX5, Mitt­lerer Onlinepreis 285,00 Euro Euro, Testergebnis Gut

Stiftung Warentest: Nicht nur Kopfhörer mit Bluetooth - Weitere Produkte im Test

Auch Digitalkameras hat Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Gute Noten erzielen auch günstige Produkte. Doch der Test zeigt: Wer das Beste will, kommt um einen gewissen Preis nicht herum.

Erst kürzlich untersuchte Stiftung Warentest Schokolade verschiedener Hersteller und Preisklassen, wie Milka, Ritter Sport & Co.. Das Ergebnis überrascht: Gute Schokolade muss nicht teuer sein. Einige Lebensmittel erhöhen das Risiko einer Krebserkrankung. Von diesen Produkten sollten Sie laut Stiftung Warentest die Finger lassen, um das Risiko für Krebs zu senken. Eine Zuschauerin hat im Fernsehen Krebs* bei einer TV-Moderatorin entdeckt. In einem Utensil für die Küche wurde ein krebserregender Inhaltsstoff gefunden. Der Hersteller hat einen Rückruf wegen der Krebs-Gefahr* gestartet.

Essen soll bei der Entstehung von Krebs eine entscheidende Rolle spielen - aber stimmt das überhaupt?

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Milch gehört zu den umstrittensten Lebensmitteln überhaupt. Experten und Ernährungswissenschaftler warnen daher nun vor Krebs nach Milch-Konsum. Auch das Bundesinstitut für Risiko (BfR) äußert sich. (Von Helena Gries) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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