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Groß war das Interesse beim treffen des Bündnisses für Demokratie.

Am Tag der AfD-Veranstaltung

Demokratie-Bündnis plant ein buntes Fest

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WALTROP - Als eine Art „schnelle Eingreiftruppe“ war das überparteiliche „Bündnis für Demokratie“ gegründet worden – um handeln zu können, wenn sich Ereignisse in der Stadt ankündigen, die geeignet sein könnten, den demokratischen Grundkonsens in der Stadt zu gefährden. Eine solche Situation sieht das Bündnis jetzt durch die bevorstehende AfD-Veranstaltung am Donnerstag, 28. März, in der Stadthalle auf die Stadt zukommen. Das Bündnis will an diesem Tag Flagge zeigen – und zwar mit einem Fest am Kiepenkerlbrunnen, das eine positive Botschaft für Demokratie aussendet.

Das ist das Ergebnis eines gut besuchten Treffens des Bündnisses am Donnerstag im AWO-Zentrum, an dem Vertreter aller im Rat repräsentierten Parteien, Gewerkschafter, Engagierte aus der Flüchtlingshilfe und weitere Bürger teilnahmen. Wie umgehen mit der AfD? Mancher hat den Impuls, man müsse eine Protest-Kundgebung direkt auf dem Marktplatz initiieren. Die Vertreter der AfD müssten den Protest sehen. Andererseits, und jenseits rechtlich-organisatorischer Hürden: Verschafft man der Partei nicht dadurch nur zusätzliche Aufmerksamkeit? Sie lebe doch davon, dass sie für sich in Anspruch nehme, immer wieder in die Opferrolle zu geraten, hieß es. Erinnerungen kamen auf an die „Flatterband-Aktion“ im Bundestagswahlkampf, die bis heute unterschiedlich bewertet wird. Damals war ein Wahlkampfstand der AfD spontan mit Flatterband „abgesperrt“ worden, um sich symbolisch von der Partei abzugrenzen.

Viel Zustimmung

Mirko Ruschmeyer sagte, das Stadtmarketing sei vorsorglich schon tätig geworden und habe für den 28. März eine Veranstaltung angemeldet. Monya Buß berichtete von einem Förderantrag beim Programm „Demokratie leben“. Beide wollten der Diskussion nicht vorgreifen, betonten aber, die Zeit sei knapp und deshalb habe man schon gehandelt. Sollte sich ein anderes Meinungsbild in der großen Runde ergeben, werde man die Pläne modifizieren oder zurückziehen. Das war jedoch nicht der Fall – es gab viel Zustimmung. Nun soll parallel zur AfD-Veranstaltung ein Fest rund um den Kiepenkerlbrunnen stattfinden. Dabei wollen sich die Teilnehmer weniger an der AfD abarbeiten als vielmehr positive Botschaften für ein weltoffenes und buntes Waltrop senden. Jörg Buxel und Detlef Pourie haben ihre Mitwirkung zugesagt, es soll ein Musik- und Kulturprogramm geben, die Event-Firma „Culture Live“ stellt zum Schnäppchenpreis Bühne, Technik und Tisch-/Bank-Garnituren, die Material-Ressourcen der Parteien sollen auch genutzt werden. Weitere Partner sind willkommen: Schulen, Kirchen, Kinder- und Jugendparlament, Senioren- und Behindertenbeirat sollen angesprochen werden.

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