Neue Wohnungen werden in Waltrop benötigt.
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Neue Wohnungen werden in Waltrop benötigt.

Analyse von Fachleuten

Großer Bedarf an neuen Wohnungen

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
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WALTROP - Eine Daten- und Faktensammlung zum Waltroper Wohnungsmarkt, auf die die Stadt ihre künftige Wohnungsbau-Strategie aufbauen kann, hat jetzt ein Fachinstitut erarbeitet. Das Ergebnis ist nicht überraschend, beweist aber, dass Waltrop auf dem richtigen Weg ist.

Wenn Waltrop wachsen will, muss es für junge Familien attraktiv bleiben. Wer sich die „altersspezifische Wanderung“ ansieht, also die Ergebnisse der Untersuchung, welche Altersgruppen nach Waltrop tendenziell in den vergangenen Jahren zu- und welche weggezogen sind, sieht das deutlich. Waltrop hat viel getan, um junge Familien anzulocken und hatte damit Erfolg, zuletzt im „Großen Kamp“. Allein in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen war der Saldo, also die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen, in den vergangenen Jahren negativ. Fachleute nennen das „Bildungswanderung“: Junge Leute verlassen Waltrop etwa fürs Studium.

Für jede Wohnung ein Käufer

„Klar ist aber auch , dass wir neben Baugebieten für Einfamilienhäuser auch etwas für den Geschoss-Wohnungsbau tun müssen“, sagt Stadtplaner Scheiba. Und genau das plant die Stadt auf dem Areal des Waldstadions, wo, wie berichtet, im Herbst der Abrissbagger kommen soll. Denn die Einschätzung der lokalen Experten (Wohnungsbaugesellschaften, Makler, Banken), die sich für die Marktanalyse zusammengefunden haben, und die Daten des Instituts ergeben folgendes Bild: Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen ist in Waltrop so groß, dass sich für jede Wohnung ein Käufer findet. Die Preisgrenze liegt bei 2600 bis 2700 Euro pro Quadratmeter. Senioren und Menschen der Generation ab 50 Jahren aufwärts („Best Ager“) werden verstärkt als Käufergruppe genannt. Besonders gefragt sind größere Singlewohnungen (60 bis 70 Quadratmeter) oder 3,5- bis- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit wenigen Wohneinheiten. Balkon und Aufzug sind für viele wichtige Kriterien. Vielfach werden preisgünstige Bestandswohnungen gesucht. Dass das so ist, finden die Fachleute unter anderem heraus, indem sie die Zugriffszahlen auf das marktführende Immobilienportal im Internet analysieren.

Bedarf nicht gedeckt

Unterm Strich steht, dass der Bedarf an günstigen Geschoss-Wohnungen in Waltrop nicht gedeckt ist. Daher wird eine „Nachverdichtung in bestehenden Quartieren“ empfohlen, die jetzt angegangen werden soll. Scheiba betont in diesem Zusammenhang, dass mehr Menschen Anspruch auf öffentlich geförderten Wohnraum haben, als viele glauben. Die Leerstandsquote von 2,6 Prozent ist übrigens keineswegs ein schlechtes Zeichen. „Sie ist sogar eher ein bisschen zu niedrig“, erläutert Scheiba. Nur wenn es eine gewisse Leerstandsquote gibt, herrscht überhaupt Bewegung auf dem Wohnungsmarkt. Im nächsten Stadtentwicklungsausschuss (14. September) wird der Endbericht zum „Handlungskonzept Wohnen“ vorgestellt.

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