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Flori Oberkönig (li.),Galeria-Wirtin Silli Huster und Tobi Oberkönig wirken demnächst - jeder auf seine Weise - an einer "200 Jahre Westfalen"-Ausstellung in Dortmund mit.

Ausstellung "200 Jahre Westfalen"

Schalke-Sitzsack aus Waltroper Kinderzimmer in Dortmund

WALTROP/DORTMUND - Tobi und Flori Oberkönig sind jetzt ein Teil der westfälischen Geschichte. Oder besser gesagt: Ihre Jugendzimmer sind ein Teil davon. Warum? Das ist demnächst für jedermann im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte zu sehen. In der Ausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“

Dazu muss man wissen, dass die Zimmer der Waltroper Zwillinge in Sachen Fußball-Geschmack nicht unterschiedlicher sein könnten. Nun aber müssen der Ur-Borusse Flori und Schalke-Fan Tobi ein halbes Jahr lang auf die schwarz-gelben und blau-weißen Fan-Utensilien aus ihren Zimmern verzichten. Wie es dazu kam?

Fußball gehört zu Westfalen

„Dass der Fußball zu Westfalen gehört, das war ganz klar für uns“, erklärt Museums-Kuratorin Dr. Brigitte Buberl. Die Frage, die sich jedoch stellte: „Wie können wir das spannend rüberbringen?“ Auf die zündende Idee stieß Buberl schließlich, während sie mit ihrem Auto unterwegs war. Im Radio hörte sie die spannende Geschichte der Familie Oberkönig aus Waltrop. Seit Generationen gibt es in der Familie eine interessante und – auf den ersten Blick – explosive Fußball-Fan-Diskrepanz.

Über Generationen vererbt

Schon bei den Großeltern war es so, dass der eine den Königsblauen die Daumen drückte, der andere dem BVB. Ein Umstand, der sich über Generationen auch auf Tobi und Flori vererbte. Dr. Brigitte Buberls Entschluss stand augenblicklich fest: „Ich wollte die Familie unbedingt kontaktieren und schauen, ob wir diese Geschichte nicht in unser Projekt einbinden könnten.“ Gesagt, getan. Die Jugendzimmer der Oberkönig-Zwillinge werden nun Teil der Ausstellung „200 Jahre Westfalen“.

Schalke-Sitzsack in Dortmund

Welche Ausstellungstücke dabei genau zu sehen sein werden, das verrät die Museums-Kuratorin noch nicht. Allerdings sorgte ein erstes Stück aus dem Fundus der Waltroper schon für leichte „Unruhen“ im Haus. Denn ein Schalke-Sitzsack ist bereits angekommen im Dortmunder Museum… Ebenfalls in die Ausstellung haben es übrigens ein Wimpel sowie ein Trikot des Fußballvereins Teutonia SuS Waltrop geschafft. Dazu schmückt ein Waltroper Bestandteil alter westfälischer Kneipenkultur die Ausstellung: ein oliv-grüner Sparschrank. Eine Tradition, die an einigen Orten heute noch gepflegt wird; zum Beispiel in der „Kö14“.

Silli Huster als "Original"

Und dann ist da noch ein weiteres „Original“: Galeria-Wirtin Silli Huster. Bei ihr war Familie Oberkönig mit den Dortmunder Museumsleuten zu Gast. Erst gab sich die sonst nie um einen Spruch verlegene Wirtin angesichts der kulturbeflissenen Gäste höflich-distanziert. Als sich die Situation aber zusehends auflockerte, stand für die Ausstellungsmacher fest: Sie hatten diejenige gefunden, die bei der Eröffnung der Ausstellung am 28. August in einer nachgebauten Fünfziger-Jahre-Kneipe hinterm Zapfhahn stehen soll.

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