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Die Feuerwehr bewässert auch in diesem Jahr wieder die jungen Bäume in der Stadt.

Natur in Waltrop

Einige hitzegeschädigte Bäume sind noch zu retten - wenn die Bürger helfen

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Die Trockenheit hat ihre Spuren bei den Bäumen im Waltroper Stadtgebiet hinterlassen. Schon jetzt ist klar: Einige müssen gefällt werden.

Es steht schlecht um die Bäume im Waltroper Stadtgebiet. Anfang September möchte Michaela Heßelmann, Fachfrau für Stadtgrün, damit beginnen, eine Liste zu machen, welche von ihnen gefällt werden müssen. Denn schon jetzt ist klar: Den zweiten Hitzesommer hintereinander haben viele Bäume nicht überstanden. 

Auch wenn

Vonovia mit dem Bau am Hirschkamp beginnt, müssen weitere Bäume gefällt

werden.

Anzeichen für Schäden durch Trockenheit

Erste Anzeichen dafür, dass Bäume massiv unter der Trockenheit leiden sind fallende Blätter. Aber auch abgestorbene Äste in den Baumkronen sind Indikatoren. Michaela Heßelmann berichtet, dass ein geringer Prozentsatz von Totholz in den Baumkronen älterer Bäume normal sei.

Zustand "nahezu als dramatisch einzustufen"

„Der Zustand der Bäume ist nahezu als dramatisch einzustufen“, warnt Michaela Heßelmann. Die Trockenheit aus dem vergangenen Jahr setzt sich fort. Damit sind zu den Vorschäden weitere Schäden dazu gekommen.  

Kurze Schauer helfen nicht

„Ich weiß gar nicht, wann es in letzter Zeit einmal länger geregnet hat“, überlegt Heßelmann. Oft sei es nur ein kurzer Schauer. Dieses Wasser dringe nicht in ausreichendem Maße in den Untergrund ein. Der Boden sei „schrecklich ausgetrocknet“. Das Grundwasser hat sich in tiefere Regionen gesenkt. Darum kommen flachwurzelnde Bäume dort nicht mehr dran. 

Was geschieht, wenn es in Waltrop zu Starkregen kommt, lesen Sie hier.

Feuerwehr bewässert

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Waltrop haben in den vergangenen Wochen geholfen, die Bäume im Stadtgebiet zu gießen. „Wir sind immer sehr dankbar, dass sie uns so gut unterstützen“, sagt Michaela Heßelmann. So könne das Schlimmste verhindert werden. Auch die beauftragten externen Dienstleister hätten an einigen Stellen ihr Bestes gegeben, um die Bäume zu erhalten. 

So können sich Bürger engagieren

Ebenso engagiert zeigten sich auch Mitglieder der Waltroper CDU. Sie haben während der Hitzeperiode in den frühen Morgen- und späten Abendstunden besonders junge Bäume im Stadtgebiet gewässert. Michaela Heßelmann freut sich, wenn die Bürger beim Gießen mithelfen. Ein Baum brauche bei Hitze durchschnittlich 50 Liter für drei bis vier Tage, das sind etwa fünf große Wassereimer. „Egal wie viel Wasser es ist, alles tut den Bäumen gut“, sagt Michaela Heßelmann.

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