Die Stadt kommt den Sportvereinen in der Krise entgegen.
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Die Stadt kommt den Sportvereinen in der Krise entgegen.

Corona-Krise

Beifall für die Ausschuss-Vertreter: Diese Entscheidung hilft den Sportvereinen

  • Tamina Forytta
    vonTamina Forytta
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Auch die Sportvereine sind wegen der Corona-Krise gebeutelt.  Jetzt traf aber der zuständige Fachausschuss des Stadtrates eine Entscheidung, die ihnen hilft.

  • Die Sportvereine reihen sich ein in die Schlange derjenigen, die durch die Corona-Krise gebeutelt sind.
  • Sie können kaum Einnahmen erzielen.
  • Die Kommunalpolitiker wollen ihnen helfen.

Das Parkfest ist abgesagt– es hat vielen Vereinen stets einen großen Batzen Geld in die Kassen gespült. Mitglieder melden sich ab; so fallen Beiträge weg. Feste und Turniere, die sonst für Zusatz-Einnahmen sorgen – fällt alles flach. „Könnte man nicht den Vereinen in Waltrop einen Schutzmantel bieten, indem man ihnen die Entgelte für die Nutzung städtischer Sportanlagen erlässt?“, schlug die SPD vor – und die Vertreter des Sportausschusses stimmten zu. 

Entlastung - aber ab wann?

Dreistellig bis „hochfünfstellig“ seien die Verluste der Vereine, hat Klaus Beie (SPD) in Gesprächen mit Vereinsvertretern erfahren. Und Vereine und Verbände seien definitiv mit dem, was sie für die Stadtgesellschaft täten, systemrelevant. Theo Hemmerde (CDU) stimmte ihm zu; die Vereine trügen schließlich erheblich dazu bei, Waltrop lebens- und liebenswert zu machen. Eine kurze Diskussion gab es im Rats-Fachausschuss noch darüber, fürwelchen Zeitraum genau die Sportstätten-Entgelte erlassen werden sollten: Für das ganze Jahr? Oder, so schlug es die CDU vor, ab März, denn im Januar und Februar hätten die Hallen und Plätze ja noch ganz regulär genutzt werden können. Oder ab 16. März, denn ab dann galt offiziell der sogenannte Lockdown? 

107.000 Euro Nutzungsgebühr fließen sonst in die Stadtkasse 

Auch Kämmerer Wolfgang Brautmeier meldete sich zu Wort und verwies auf den Haushalt. Etwa 107.000 Euro fließen normalerweise pro Jahr über die Sportstätten-Nutzungsgebühr (inklusive Bädern) in die Stadtkasse. Auch er sehe, so Brautmeier, dass die Vereine doppelt gebeutelt seien, aber die Stadt sei „dutzendfach gebeutelt“. Man einigte sich schließlich einstimmig darauf, dem Rat zu empfehlen, ab dem 16. März bis zum Jahresende auf die Entgelte zu verzichten. Die Erleichterung war groß: Eine ganze Reihe von Vereinsvertretern wohnte der Ausschusssitzung bei und applaudierte, nachdem die Entscheidung gefallen war.

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