Bistro am Gymnasium

Inklusion und lecker Essen

WALTROP - Nun ist es auch offiziell eröffnet, das neue Bistro am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG). Doch: „Die Lebenshilfe sorgt nicht nur für lecker Essen“, sagt Geschäftsführer Christoph Haßel-Puhl.

Lebenshilfe und Gymnasium machen sich gemeinsam auf den Weg zur Inklusion (gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft). In den Schulbistros, die die Lebenshilfe in Waltrop betreibt (THG und Realschule), konnten in diesem Jahr erstmals Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung außerhalb der Werkstättenbereiche geschaffen werden. Lebenshilfe-Geschäftsführer Josef Schaper hofft, dass sich die Anzahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich verzehnfachen wird. Doch nicht nur Arbeitsplätze sind das Ziel. Im Rahmen der Inklusion geht es auch weitere gemeinschaftliche Projekte. Im Unterricht und in der Freizeit sei da viel möglich, sagt Christoph Haßel-Puhl. Sportunterricht sei gemeinsam möglich oder Unterrichtsreihen im Pädagogik-Unterricht. An gemeinsame Tagesausflüge oder Klassenfahrten ist gedacht. Partner könnten die Schüler der Schule Oberwiese ebenso sein wie Bewohner aus Lebenshilfe-Einrichtungen. „Wir wollen zufriedene Schülerinnen und Schüler haben“, versicherte Bürgermeisterin Anne Heck-Guthe, die sich mit anderen Vertretern der Verwaltung anschauen konnte, wofür die 230 000 Euro (100 000 € von der Stadt und 130 000 € vom Land) ausgegeben worden sind. Schulpflegschaftsvorsitzender Jörg Vogelgesang hat von Eltern und Schülern gleichermaßen das Signal bekommen, dass das neue Bistro „sehr gut angenommen“ wird. Eltern und Schüler wollen in naher Zukunft mit eigenen Aktionen dazu beitragen, dass das Gymnasium sauberer und schöner wird. Schul-Leiter Dr. Paul Jacobs tat vorsichtig einen Blick in die Zukunft und kündigte trotz aktueller Freude an: „Für unsere große Schule ist das Bistro jetzt schon ein bisschen zu klein.“ Wenn die Ganztagsangebote ausgeweitet würden, würde sich das noch stärker bemerkbar machen. Doch so weit wollte man nicht denken. Drei Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap, vier weitere für Anleiter und „lecker Essen“ – das sollte gefeiert werden.

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