Wahllokal in NRW
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Die Bürgermeister-Stichwahl bleibt, entschied das Verfassungsgericht Münster. Was sagt die Waltroper Politik dazu?

Kommunalpolitik

Die Bürgermeister-Stichwahl bleibt - das sagt Waltrops SPD-Kandidat Marcel Mittelbach dazu

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
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Das Verfassungsgericht Münster hat entschieden: Die Bürgermeister-Stichwahl bleibt. Warum das für Waltrops SPD-Kandidaten Marcel Mittelbach erfreulich ist, sagt er im WZ-Gespräch.

  • Die Entscheidung für den Erhalt der Bürgermeister-Stichwahl stärke die Demokratie, sagt Marcel Mittelbach (SPD)
  • Der Parteilose Jörg „Brokken“ Buxel hätte zwar ohne Stichwahl bessere Chancen gehabt, will aber jenseits von solchen Rahmenbedingungen agieren
  • Diese Rahmenbedingungen gefallen den anderen Parteien mal besser, mal schlechter

Waltrops SPD-Bürgermeisterkandidat Marcel Mittelbach freut sich über die Entscheidung des Verfassungsgerichts, die Bürgermeister-Stichwahl zu erhalten. Die Landesregierung hatte sie abschaffen wollen. Mittelbach sagte unserer Zeitung, aus seiner Sicht stärke die Entscheidung die Demokratie

Mit 95 Prozent ist Marcel Mittelbach zum Bürgermeister-Kandidaten der SPD Waltrop für die Kommunalwahl 2020 gewählt worden.

Ohne Stichwahl, bei vielen Kandidaten und schwacher Wahlbeteiligung hätte ein Kandidat schon mit einer geringen relativen Stimmenmehrheit Bürgermeister werden können – und im Zweifel eine große absolute Mehrheit der Bürgerschaft gegen sich. Mittelbach, der im September zum Bürgermeister-Kandidaten gewählt wurde, sagte, er habe mit der Gerichtsentscheidung nicht unbedingt gerechnet, freue sich aber darüber.

Waltroper Jörg Buxel hätte bessere Chancen gehabt

Für den erneuten Urnengang ist nun noch genug Zeit. Die Herbstferien beginnen in NRW am 12. Oktober. Ohne Stichwahl hätte Jörg „Brokken“ Buxel wohl bessere Karten gehabt. Sein Plan, erneut zu kandidieren, ist ein offenes Geheimnis. Buxel sagte, er mache seine Überlegungen nicht von solchen Rahmenbedingungen abhängig. Er wolle einfach eine Alternative bieten zum üblichen Wechselspiel zwischen den Schwarzen und den Roten. 

Das sagen die anderen Parteien in Waltrop

„Ohne Stichwahl wird der Wahlkampf an Intensität gewinnen“, prophezeite CDU-Parteichef Ludger Finke schon vor einem Jahr. Monya Buß (Grüne) hatte es als „schweren Fehler“ bezeichnet, auf die Stichwahl zu verzichten. So könnten politische Positionen gewinnen, „die nicht von der Mehrheit der Waltroper und Waltroperinnen vertreten werden“. Die Linken hatten erklärt, aus ihrer Sicht habe die SPD mit der Stichwahl-Regelung „gute Chancen“, ansonsten hätte „höchstwahrscheinlich“ die CDU gewonnen. FDP-Parteichef Dr. Heinz-Josef Mußhoff hatte erklärt, ohne Stichwahl werde wohl der Versuch unternommen, „einige wenige Kandidaten parteiübergreifend erfolgreich zu positionieren“. Auch das ist nun hinfällig.

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