Christoph Brunswick vor dem Strand von Wangerooge. Aktuell ist er mit seiner Familie im Urlaub auf der Insel.
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Christoph Brunswick vor dem Strand von Wangerooge. Aktuell ist er mit seiner Familie im Urlaub auf der Insel.

Christoph Brunswick

Wahlkampf auf Wangerooge: Flyer und viele Gespräche

  • Martin Behr
    vonMartin Behr
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Waltrop/Wangerooge - Jetzt ist es amtlich: Christoph Brunswick ist neben sieben weiteren Bewerbern als Bürgermeister-Kandidat der 1300-Einwohner-Insel Wangerooge offiziell zugelassen. Das bestätigte der Gemeinde-Wahlausschuss, der jüngst alle Unterlagen geprüft hatte. Brunswick hatte 30 Unterstützer-Unterschriften von Insulanern vorlegen müssen.

„Die Unterschriften habe ich auch relativ schnell zusammen bekommen“, sagt Brunswick am Dienstag im Telefonat mit unserer Redaktion. Der Oberwieser Schützenchef, der vor seinem Umzug nach Datteln lange Jahre mit seiner Medienagentur in Waltrop ansässig war, befindet sich aktuell zum Familienurlaub auf Wangerooge. „Der war auch schon lange vor meiner Kandidatur geplant“, sagt Brunswick.

Familienurlaub auf der Insel

Seinen Urlaub nutzt er aus aktuellem Anlass nun etwas anders als geplant – denn ganz ohne Wahlkampf geht es nicht. „Ich stehe die Woche über natürlich zu Gesprächen bereit“, sagt der 43-jährige Familienvater. Den klassischen Wahlkampf, so wie man ihn aus Waltrop kennt, führen die Kandidaten auf Wangerooge übrigens (noch) nicht. Großformatige Plakate, die sogenannten Wesselmänner, mit knackigen Wahlkampf-Slogans hat Brunswick jedenfalls noch nicht finden können. „Hier lassen die Kandidaten eher Flyer drucken, und das mache ich auch so.“ Neben den Flyern setzt Brunswick auf persönliche Gespräche. Von denen hat er in den letzten Wochen schon einige geführt; „40, 50 waren es bestimmt“, schätzt er. Und das sei auch gut so. Schließlich liegt es ja in seinem Interesse, sich den Insulanern vorzustellen, ihnen seine Ansichten näher zu bringen.

"Ich liebe die Insel"

Eine Frage, die ihm relativ häufig gestellt wurde, sei die nach den Beweggründen seiner Kandidatur gewesen, erzählt der Bürgermeister-Kandidat aus dem Ostvest. Zur Erinnerung: Brunswicks bisheriger Lebensmittelpunkt liegt über 300 Kilometer entfernt in Waltrop und Datteln. Wangerooge ist hingegen seit vielen Jahren sein favorisiertes Urlaubsziel – über 40 Mal sei er schon da gewesen, habe inzwischen Freunde auf der Insel gewonnen, die ihn auch dazu ermutigt hätten, seinen Hut in den Ring zu werfen. "Ich liebe die Insel einfach."

Dass er als potenzieller Bürgermeister einen Blick „von außen“ auf Wangerooge werfen kann, sieht Brunswick als Vorteil an, wiewohl er weiß, dass die Meinungen hier auseinandergehen. „Die Stimmungslage ist 50:50“, berichtet er aus den Gesprächen mit den Insulanern.

Am 17. Juni ist nun Wahltag auf Wangerooge. Unter seinen Mitbewerbern sieht Brunswick „einige ernst zu nehmende Kandidaten“. Dass einer von ihnen – oder er selbst – im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit holt, glaubt Christoph Brunswick jedoch nicht. Eine Stichwahl würde am 1. Juli stattfinden.

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