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"Besonnen" haben Betroffene und Angehörige auf die Nachricht von den Coronavirus-Fällen reagiert, sagt die Einrichtungsleitung.

Erklärung für steigende Zahl

19 Coronavirus-Fälle im Seniorenzentrum Hirschkamp bestätigt

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Das Coronavirus hat das Waltroper Seniorenzentrum Hirschkamp erreicht. Insgesamt 19 Bewohner und Mitarbeitende der wurden positiv auf Sars-CoV-2 getestet.

  • Am Wochenende hatte es einen sprunghaften Anstieg der Fälle gegeben
  • Jetzt ist der Grund bekannt
  • Wie die Einrichtung jetzt weiter verfährt

Die positiven Tests erklären den sprunghaften Anstieg der Fälle in Waltrop vom Wochenende. Am Freitag hatte der Kreis 26 Fälle gemeldet, am Samstag dann 36. Allerdings wohnen nicht alle Mitarbeiter in Waltrop und tauchen daher nicht in der Waltroper Statistik auf. 

Waltrop: Bisher nur ein Erkrankter

Bislang, so Geschäftsführerin Ursula Eskes, sei nur ein Mitarbeiter des Seniorenzentrums an Coovid-19 erkrankt. Er war zuletzt am 7. April im Dienst und hatte danach Urlaub: „Über Ostern hat er Symptome entwickelt und wurde am vergangenen Dienstag getestet.“ Am Mittwoch stand das Ergebnis fest, die Einrichtungsleitung habe umgehend alle Notfallmaßnahmen umgesetzt. „Zunächst wurden die Bewohner und Mitarbeiter getestet, die direkten Umgang mit dem Erkrankten hatten“, erläutert Ursula Eskes. Im nächsten Schritt seien dann alle weiteren der insgesamt 59 Seniorinnen und Senioren sowie das rund 40-köpfige Pflegepersonal getestet. Wie sich die Zahl der 19 Infizierten auf Bewohner und Mitarbeitende aufteilt, möchte die Geschäftsführerin aus Datenschutzgründen nicht mitteilen. 

"Mit Ernst, aber ohne Panik"

Mit dem gebotenen Ernst, aber ohne Panik werde nun mit der Situation umgegangen. „Wir arbeiten eng und sehr gut mit dem Ärztenetz Ostvest zusammen. Ein Arzt ist nur für unser Haus zuständig“, betont Ursula Eskes. Auch mit Bürgermeisterin Nicole Moenikes tauscht sie sich regelmäßig aus. Die betroffenen Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne. Die Senioren, die sich mit Sars-CoV-2 angesteckt haben, wurden isoliert. „Wir haben auch Zwei-Bett-Zimmer, teilweise war es so, dass ein Bewohner positiv, der andere negativ getestet wurde. Diese wurden dann getrennt.“ 

Betroffene und Angehörige "reagierten besonnen"

Die Betroffenen und deren Angehörigen hätten besonnen reagiert. „Wir sind froh, dass bislang kein Bewohner Symptome entwickelt hat. Unser Pflegepersonal beobachtet das natürlich ständig“, sagt die Leiterin. Sollte einer der alten Menschen erkranken, werde mit dem Arzt zusammen die weitere Behandlung abgestimmt und sobald es erforderlich sei, der Patient auch in ein Krankenhaus gebracht. Die angeordneten Schutzauflagen habe das Seniorenzentrum Hirschkamp jederzeit voll erfüllt, betont Ursula Eskes. Mit dem Auftreten der vermehrten Fälle in Heinsberg am 9. März sei der Pandemieplan umgesetzt worden. Nun wurden die Maßnahmen nochmals verschärft: Das Personal wird nur noch in einer Ebene eingesetzt und arbeitet jetzt ständig mit Gesichtsmasken. Die Versorgung aller Bewohner des Pflegezentrums Hirschkamp sei trotz des Personalausfalls garantiert.

Von Samstag auf Sonntag hatte sich die Zahl der Infizierten in Waltrop laut Kreis auf insgesamt 37 erhöht, 19 Erkrankte sind gesundet.

In Oer-Erkenschwick ist der erste Patient an den Folgen von Covid-19 gestorben.

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