Der Waltroper Julian Bajo (22) hat ein Praktikum bei Bundesgesundheitsminister Jens Spahn absolviert.
+
Der Waltroper Julian Bajo (22) hat ein Praktikum bei Bundesgesundheitsminister Jens Spahn absolviert.

Im Bundestag

Waltroper absolviert Praktikum bei Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

  • Simone Hollenhorst
    vonSimone Hollenhorst
    schließen

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in den Nachrichten, Zeitungen oder sozialen Medien auftaucht. Einer, der dem Minister bei seinen turbulenten Arbeitstagen in der Coronakrise über die Schulter schauen durfte, ist der Waltroper Julian Bajo.

Der 22-Jährige, der in der Jungen Union Waltrop aktiv ist, absolvierte im Dezember und im Januar ein Praktikum im Bundestag und unterstützte Spahn in Berlin im Team „digitale Kommunikation“.

Das bedeutet, die verschiedenen Online-Kanäle des Ministers mit Inhalten zu füllen, Nachrichten zu beantworten, Videos zu erstellen, kurzum, die gesamte digitale Präsenz von Jens Spahn zu begleiten. Seine Beiträge im Internet verfasst Spahn nicht selbst, das lässt sein Terminkalender nicht zu.

Bei Interviews und Besprechungen dabei

„Ich habe Beiträge bei WhatsApp und Instagram erstellt, Reden für den Minister geschrieben, Fotos und Pressearbeit gemacht“, berichtet Bajo von seinen Praktikumstagen. Auch bei Lagebesprechungen und Fernsehinterviews durfte der Waltroper „hautnah“ mit dabei sein. „Das waren wirklich lange Tage“, berichtet der 22-Jährige. Schließlich kenne das Internet keine Pause. Das galt besonders für die Zeit kurz vor Weihnachten, als sich die Nachrichten rund um das Coronavirus mal wieder überschlagen haben und die digitalen Postfächer und Telefonleitungen des Gesundheitsministers fast vor Überlastung zusammengebrochen sind. Der Impfstart kurz vor dem Fest war zum Beispiel so ein Tag.

Der junge Waltroper ist froh, durch das Praktikum auch mal eine andere Perspektive mitbekommen zu haben. Und wie ist der Minister so, wenn die Fernsehkameras aus sind? „Total sympathisch“, findet Julian Bajo. Spahn habe immer versucht, ihn mit einzubeziehen und zu vielen Terminen mitzunehmen, auch wenn sein Arbeitsalltag in diesen Zeiten natürlich besonders stressig sei.

Der Umgangston im Internet schockiert

Aber auch die Handvoll Mitarbeiter aus dem Kommunikationsteam des Ministers haben Bajo beeindruckt, sie würden von morgens bis nachts Vollgas geben. Umso ärgerlicher sei der Ton in den sozialen Netzwerken, den manche Nutzer anschlagen würden, Stichwort „Hatespeech“, zu Deutsch, „Hassreden“. „Das schockiert einen schon“, sagt Bajo. Überhaupt galt es bei der Arbeit mit jeglichen Emotionen umzugehen: Corona-Schicksale, gemalte Kinderbilder, Kekse zum Dank, harte Kritik an Entscheidungen des Ministers – all das landete bei Bajo und seinen Kollegen. Ungefiltert. „Manchmal musste ich schon viel nachdenken.“

Zu dem Praktikum kam er ganz spontan, ein Praktikant sei abgesprungen, der Waltroper konnte den freien Platz kurzfristig einnehmen. „Ich hab alles stehen und liegen gelassen und bin nach Berlin gereist“, verrät er.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Trauer um Jörg Buxel - „Brokken“ ist tot
Trauer um Jörg Buxel - „Brokken“ ist tot
Trauer um Jörg Buxel - „Brokken“ ist tot
Nach umstrittenem Hochzeitsfoto: Das ergab die Prüfung durch das Waltroper Rathaus
Nach umstrittenem Hochzeitsfoto: Das ergab die Prüfung durch das Waltroper Rathaus
Nach umstrittenem Hochzeitsfoto: Das ergab die Prüfung durch das Waltroper Rathaus
Radwege in und um Waltrop sollen besser werden - das sind die Forderungen der CDU
Radwege in und um Waltrop sollen besser werden - das sind die Forderungen der CDU
Radwege in und um Waltrop sollen besser werden - das sind die Forderungen der CDU
Coronavirus in Waltrop: Drei Covid-19-Fälle mehr gemeldet
Coronavirus in Waltrop: Drei Covid-19-Fälle mehr gemeldet
Coronavirus in Waltrop: Drei Covid-19-Fälle mehr gemeldet
Eine Dauer-Bühne im Moselbachpark - ein teurer Spaß
Eine Dauer-Bühne im Moselbachpark - ein teurer Spaß
Eine Dauer-Bühne im Moselbachpark - ein teurer Spaß

Kommentare