Luftbild der Schleuse Henrichenburg in Waltrop und des Neuen Schiffshebewerks
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Der Dortmund-Ems-Kanal in Waltrop vom Schleusenpark bis zur Hafenstraße wird zum IGA-Standort.

Internationalen Gartenausstellung 2027

Die IGA kommt nach Waltrop - und das sind die Pläne rund um den Kanal

  • Silvia Seimetz
    vonSilvia Seimetz
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Bis zur Internationalen Gartenausstellung 2027 dauert es zwar noch. Aber Pläne gibt es schon reichlich. In Waltrop am Kanal wird sich einiges tun - vor allem für Radfahrer.

  • Waltrop wird ein Standort der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027.
  • Beim Projekt "Kanal vita(l)" sollen neun Stationen am Dortmund-Ems-Kanal entstehen - vom Schleusenpark bis zur Hafenstraße.
  • Geplant sind unter anderem eine Strandbar, ein Bootsverleih, neue Radwege und Kino.

Die Mühen der Planer haben sich gelohnt: Das Waltroper Projekt „Kanal vita(l) war/ist/wird Lebensader der Region“ ist vom Beirat der Internationalen Gartenausstellung (IGA) zu einem von 33 IGA-fähigen Projekten gekürt worden. Heißt: Die Gartenschau kommt nach Waltrop - auch wenn noch offen ist, wie viel Geld Waltrop für die Umsetzung der millionenschweren Pläne fließen wird.

Neun Stationen am Dortmund-Ems-Kanal

Neun Stationen laden zum Verschnaufen, Verweilen, Austoben und Informieren ein. Jede bekommt eine Skulptur. Blaue Tore markieren zudem die Stellen, an denen die Besucher sich über ihr Smartphone mit dem „Immersive-GPS-Audio-Guide“ verbinden können. In Wort, Geräusch und Bild erfahren sie etwas über die Geschichte des Kanals, die Binnenschifffahrt und natürlich über die Stadt Waltrop. Und das sind die neun Stationen:

  • Altes Schiffshebewerk: Der Eingang des Museums soll zum Oberwasser verlegt werden, um es besser an den Schleusenpark anzubinden. Ein Fernrohr lädt zum Weitblick und Fokussieren der alten Hebewerktürme ein.
  • Schleusenpromenade: Über einen Pontonsteg werden Schleusenpark und nördliches Kanalufer verbunden. Auch für Spaziergänger soll der Bereich erschlossen werden. Von gelben Bänken aus ist der Blick frei auf die Zukunft der Kanalschifffahrt. Von der Schleuse Waltrop bis zum Hafen Dortmund führt eine Teststrecke für die autonome Schifffahrt.
  • Kanalgeschichte: Das alte Kanalwärterhaus wird eine Nebenstelle des Hebewerkmuseums. Die Ausstellung erzählt von Leben und Arbeit des Kanalwärters.
  • Kanalparkour: In Höhe und mit dem Know-how der Schule Oberwiese entsteht ein Inklusionsbewegungsparcours. Unter dem Motto „Alle zusammen“ gibt es Geschicklichkeits- und Bewegungsspiele.
  • Kanalrast: Vom Kanalradweg aus soll eine direkte Verbindung zum Hof Niermann und zu seinem Bauernhofcafé führen. Für Radtouristen soll eine einfache Übernachtungsmöglichkeit, etwa im Stroh, geschaffen werden. Über den Audioguide gibt es ein Wiederhören mit einem alten Bekannten: Horst Borrieß, ehemaliger Pastor der Schiffergemeinde, erzählt vom „Landleben“ der Schifffahrer.
  • Kanalblick: Vom terrassenförmig, mit für den Kanal typischen Spundwandelementen angelegten Rastplatz aus haben die Besucher einen weiten Blick. Über den Audioguide erfahren die Besucher, wie ein Kanal gebaut wird.
  • Kanalhafen: Das Brachland an der Hafenstraße soll im Zuge von „Kanal vita(l)“ die größte Belebung erfahren: mit Café in Überseecontainern, schwimmender Steganlage, Spielplatz, Bootsverleih, Strandflair, Beachvolleyball… Das Kanalkino zeigt an lauen Abenden Seemannsfilme. „Wir bauen jetzt schon eine Radwegverbindung“, erklärt Moenikes. Mit der Öffnung der Hafenstraße für Radler und Fußgänger zur Berliner Straße soll noch in diesem Jahr der direkte Weg zur Innenstadt geschaffen werden.
  • Kanalsport: An den heißen Tagen sind die Kanalufer schon jetzt Treffpunkt für Jugendliche. Der beliebte Platz am Sperrtor wird mit Geräten, Überdachung und Sitzbänken aufgewertet.
  • Routeneinstieg – Stadt Waltrop: An der Viktorstraße gelangen Radfahrer und Spaziergänger auf die neue Trasse. Dort führt auch die Route der Industriekultur weiter zur Zeche Waltrop.

Das ist die IGA 2027

Die „Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027“ ist ein Projekt von Regionalverband, Kommunen und Kreisen der Metropole Ruhr, der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft, der Ruhr Tourismus GmbH sowie zahlreichen weiteren Institutionen wie Emschergenossenschaft, LWL und LVR, Gartenbauverbänden, Landwirtschaftskammer oder Kleingartenverbänden. Die Kosten kalkuliert der RVR mit rund 84 Millionen Euro. 36 Millionen Euro teilen sich RVR, Mitgliedsstädte und -Kreise, der Rest soll durch Einnahmen (Tickets, Mieten, Sponsoring) finanziert werden.

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