Eine Gruppe von Menschen auf dem Hof des Unternehmens Launhardt.
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Rainer und Gabriele Launhardt (vorne) wollen mit Mitstreitern gegen das Wind-Projekt vorgehen.

Zwei große Anlagen geplant

Einwendungsfrist abgelaufen - aber der Protest gegen Riesen-Windräder beginnt jetzt erst richtig

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
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Erst spät hat Rainer Launhardt erfahren, was da in seiner Nachbarschaft geplant ist – und er ist entsetzt: zwei Riesen-Windräder, je 238,50 Meter hoch, auf Dattelner Gebiet nahe der Waltroper Stadtgrenze. Er will dagegen kämpfen.

Das Privatgrundstück des Geschäftsleiters eines Zylinder-Fachunternehmens in Datteln ist rund 920 Meter von dem geplanten Standort entfernt. Auch der Waltroper Angelhof Schulte-Sienbeck liegt in der Nähe.

Keine Bürger-Einwände in Waltrop

Zunächst hatte es den Anschein, als gäbe es kaum nennenswerten Widerstand gegen das Projekt des Betreibers GP Joule in Datteln und Waltrop. Der Dattelner Stadtrat erteilte das „gemeindliche Einvernehmen“, in Waltrop hatte zwar die städtische Stadtplanungs-Abteilung Fragen zum Projekt, im dortigen Rathaus gingen aber während der einmonatigen Frist keine Bürger-Einwände ein.

Es geht um Artenschutz und Schattenwurf

Doch das bedeutet nicht, dass alle mit den Plänen einverstanden wären, wie jetzt bei der Erörterung der Pläne beim Kreis Recklinghausen überdeutlich wurde. Es geht den Anwohnern, die gegen das Projekt kämpfen um den Artenschutz und um den Schattenwurf durch die großen Anlagen.

Abschaltautomatik ist Pflicht

Das Unternehmen aber sieht die Kritikpunkte der Projektgegner beim Erörterungstermin, der neulich beim Kreis stattfand, ausgeräumt. Was den Schattenwurf anngeht, so verweist GP Joule unter anderem darauf, dass bei der Genehmigung für Windkraftanlagen verlangt wird, dass ein Windrad, das theoretisch für eine bestimmte Dauer einen Schatten werfen kann, mit einer Abschaltautomatik ausgerüstet werden muss. Die muss so programmiert werden, dass die tatsächliche Schattenwurfdauer auf 30 Minuten am Tag und insgesamt acht Stunden im Jahr begrenzt wird.

Vogelschwarm-Sensoren: Technik steht noch am Anfang

Die Waltroper Ratsfrau Dorothee Schomberg (Waltroper Aufbruch) sagte im Gespräch mit unserer Zeitung, sie habe überdies davon gehört, dass es auch Sensoren gebe, die einen Vogelschwarm in der Nähe eines Windrades erkennen und dann die Anlage abschalten. Das gebe es, die Technik stehe freilich noch am Anfang, sagt GP Joule dazu.

Mehr zu den Argumenten des Betreibers und der Projektgegner lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe der gedruckten Zeitung und im E-Paper.

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