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Ohne Drehleiter musste die Feuerwehr bei ihrem Übungs-Einsatz bei Wessselbaum & Tübbing auskommen, denn die wurde in dem angenommenen Szenario in Oberwiese benötigt. Also half man sich bei der Rettung mit Streckleitern.

Feuerwehr trainiert

Anspruchsvolle Übung bei Wesselbaum & Tübbing

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Waltrop - Hilfeschreie, Geräusche von loderndem Feuer – bei einer Übung am Firmensitz von Wesselbaum & Tübbing im Wirrigen hatte es die Waltroper Feuerwehr am Dienstagabend auch akustisch mit einem realistischen Szenario zu tun.

„Wir hatten uns von der Feuerwehr Gladbeck eine Box ausgeliehen, mit dem man solche einsatztypischen Einflüsse simulieren kann“, sagt Wehr-Sprecher Jochen Möcklinghoff. Die Feuerwehrleute, die an der Übung teilnahmen, wussten vorher nicht konkret, was sie erwartete. Und sie stellten schnell fest: Es macht auch bei einer Übung einen Unterschied, was das Stress-Niveau angeht, wenn es nicht nur Rauch und Feuer, sondern eben auch diese realistische Geräuschkulisse gibt. Diese Erfahrung hätten alle als recht eindrucksvoll wahrgenommen, sagt Möcklinghoff, und man überlege nun, sich selbst eine solche Box anzuschaffen.

Funk-Kontakt

Ein Problem ist auch, dass die Funkverbindung wegen dichten Rauchs mitunter schlecht ist – im Ernstfall ein großes Problem, denn die Kommunikation unter den Feuerwehrleuten ist das A und O. Zwischendurch hatte ein Gruppenführer sogar den Funk-Kontakt zu seinen Leuten im Gebäude gänzlich verloren. Er musste davon ausgehen, dass ihnen etwas passiert war, und schickte einen Suchtrupp los.

Kellerbrand in Büroräumen

Das angenommene Einsatz-Szenario war ein Kellerbrand in den Büroräumen. Jemand war zudem vor dem Brand aufs Dach geflohen, es galt, ihn von dort zu retten. Das Problem war nur: In dem angenommenen Szenario waren die hauptamtlichen Kräfte bei einer sogenannten Tragehilfe in Oberwiese gebunden, auch die Drehleiter war dort im Einsatz. Also waren einstweilen die freiwilligen Kräfte auf sich allein gestellt und mussten sich mangels Drehleiter bei der Rettung vom Dach mit Steckleitern helfen.

Zeitversetztes Eintreffen

Das ist ein Szenario, das auch im Einsatz-Alltag durchaus vorkommen kann – dass Hauptamtliche und die freiwilligen Kräfte gleichzeitig gebunden sind, passiert immer wieder mal. Und realistisch war auch, dass nicht alle Fahrzeuge bei der Übung gleichzeitig am Ort des Geschehens eintrafen. „Wir haben sie zeitversetzt abfahren lassen“, erzählt Jochen Möcklinghoff. „In der Realität ist es ja auch so, dass nicht alle Kräfte gleichzeitig an der Wache eintreffen und von dort losfahren.“

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